Vorwurf: Vergewaltigung in der Ehe

Gerichtsprozess

Ein 33-jähriger Hartz-IV-Empfänger muss sich vor dem erweiterten Schöffengericht verantworten. Ihm wird zur Last gelegt, seine Ehefrau vergewaltigt zu haben. Der Mann schweigt zu den Vorwürfen.

DORSTEN

von Von Michael Klein

, 31.03.2011, 16:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Wenn das Essen nicht fertig war, wenn der Hund nicht sauber war, dann hat sie immer einen auf den Kopf gekriegt“, schilderte der Untermieter den Ehealltag seiner Mitbewohner. Erst nach einem weiteren schlimmem Streit mit Verletzungsfolgen seien er und die 30-Jährige ausgezogen. „Die Polizei hatte ihm für zehn Tage verboten, die Wohnung zu betreten, diese Gelegenheit haben wir genutzt.“ „Kurz nach der Hochzeit fing mein Mann an, gewalttätig zu werden“, sagte die Ehefrau aus. „Wegen jeder Kleinigkeit rastete er aus.“ Schließlich sei sie ihm in der Wohnung aus dem Weg gegangen. „Ich habe mich in meine Welt geflüchtet, in das Computerspiel World of Warcraft.“

Im August 2007 sei es zu der Vergewaltigung gekommen. „Ich habe geschlafen, da spürte ich einen Druck auf mir“, so die Frau. Trotz mehrfacher Aufforderung habe ihr Mann, der keine Aussagen zum Geschehen machte, nicht von ihr abgelassen. Gegenüber der Polizei hatte die Frau erklärt, es sei bis zum Samenerguss gekommen, im Gerichtsaal sagte sie etwas anderes: Ihr Mann sei dabei gestört worden, weil der Mitbewohner aufgestanden war, um zur Arbeit zu gehen. Der Untermieter sagte aus, die Schlafzimmertür habe aufgestanden, weswegen er erkennen konnte, dass die Frau nackt war. Bei der Polizei hatte er aber ausgesagt, die 30-Jährige sei bekleidet gewesen.

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