Coronavirus

Vorzeitige Corona-Impfung: Risikopatienten können Antrag beim Kreis Recklinghausen stellen

Manche Risikopatienten tauchen nicht in der Coronaimpfverordnung auf. Sie können beim Kreis Recklinghausen nun eine vorzeitige Impfung prüfen lassen. Dazu müssen sie einen Antrag stellen.
Über das Wochenende wurden in Ascheberg vier neue Corona-Infektionen registriert. © dpa

Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen, die sich nicht in der Coronaimpfverordnung wiederfinden, können nun beim Kreis Recklinghausen die Möglichkeit einer vorzeitigen Impfung prüfen lassen.

Grundsätzlich kommen dafür nur Personen infrage, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung von einem hohen Risiko für einen schweren Verlauf bei einer Infektion mit dem Coronavirus ausgegangen werden muss. Es geht also um Einzelfallentscheidungen. Ausdrücklich ausgenommen von diesem Verfahren sind chronisch Kranke, die in der Corona-Impfverordnung des Bundes bereits anderweitig genannt werden.

Antrag per Post oder Mail

Wer eine vorzeitige Impfung prüfen lassen will, muss seinen Wohnsitz im Kreis Recklinghausen haben und einen Antrag beim Kreis stellen. Diesem Antrag muss ein Attest des Hausarztes beigelegt sein, das nicht vor dem 8. Februar ausgestellt sein darf. Der Antrag kann schriftlich bei der Kreisverwaltung, Kurt-Schumacher-Allee 1, 45657 Recklinghausen oder per Mail an prioimpfung@kreis-re.de gestellt werden.

Bei einem positiven Prüfungsergebnis wird mit der Person ein Termin im Impfzentrum vereinbart, teilte die Kreisverwaltung mit: „Das Vorliegen eines ärztlichen Attests alleine berechtigt nicht zu einem vorzeitigen Impftermin.“

In diesen Fällen muss kein Antrag gestellt werden

In den folgenden Fällen muss laut NRW-Gesundheitsministerium kein Antrag gestellt werden, da diesen Personen im März ein gesondertes Impfangebot gemacht werden soll: bei Schutzimpfungen mit hoher Priorität zum Beispiel Personen nach Organtransplantation, Personen mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung oder mit schwerer psychiatrischer Erkrankung, insbesondere bipolare Störung, Schizophrenie oder schwere Depression, Personen mit chronischer Nierenerkrankung und weitere.

Bei Personen mit erhöhter Priorität sind es Personen mit Immundefizienz oder HIV-Infektion, Autoimmunerkrankungen oder rheumatologischen Erkrankungen, Personen mit Asthma bronchiale oder chronisch entzündlicher Darmerkrankung und weitere, die keinen Antrag stellen brauchen.

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