VRR stellt Weichen für einen Zukunftsfahrplan

Verbesserungen für Pendler

Wenn es nach Vorstellungen des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr geht, wird ab 2019 die direkte Zugverbindung von Dorsten nach Oberhausen und damit die Regionalbahn 44 gestrichen.

Dorsten

, 09.09.2014, 18:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Zug der Nord-West-Bahn im Bahnhof Dorsten.

Ein Zug der Nord-West-Bahn im Bahnhof Dorsten.

Da die meisten Dorstener Pendler mit dem Zug Richtung Essen fahren, dürfte diese besonders interessieren, dass nach den VRR-Plänen der Regional-Express 14 zwischen Borken und Essen ab 2019 halbstündlich am Bahnhof Dorsten halten soll. Und mit Umstieg in Gladbeck-West könnte man sogar, wenn die Erwägungen Wirklichkeit würden, endlich mit dem Zug nach Recklinghausen fahren – der VRR visiert nämlich an, dass die S 9 von Gladbeck-West aus stündlich die Kreisstadt ansteuern soll. Die Planungen müssten natürlich noch vor Ort mit den Kommunen und dem Land abgestimmt werden, so der VRR-Pressesprecher. Während der Planungsausschuss in Gladbeck sich bereits mit dem Thema beschäftigte, sei für Dorsten noch kein Termin mit der Politik festgelegt.

Die Neuüberlegungen hängen damit zusammen, dass für 2019 die S-Bahnstrecken im VRR-Bereich neu ausgeschrieben werden. „Wir wollen diese Gelegenheit nutzen, die Hauptverkehrszeiten besser zu durchtakten“, erklärt Bachteler.

Die von der Streichung bedrohte RB 44 wird von der Nordwestbahn betrieben. Deren Pressesprecher Maik Seete erklärte, sein Unternehmen habe von den Überlegungen des VRR erfahren. „Bis 2019 gilt der Verkehrsvertrag mit uns, was der VRR danach in der Region macht, ist ihm überlassen“, wollte er die Pläne weiter inhaltlich nicht kommentieren. Ungeachtet dessen werde die Nordwestbahn daran festhalten, in die Betriebshalle in Dorsten (Hohe Brücke) zu investieren. „Wir werden das zweite Wartungsgleis bauen“, betonte Seete. Mit den Vorarbeiten sei bereits begonnen worden, „die Genehmigungsgespräche liegen in den letzten Zügen“.

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