Wahlkampf: CDU bläst zur Attacke

DORSTEN Noch fast ein halbes Jahr bis zur Kommunalwahl, doch der Ton wird immer schärfer: Die CDU nutzte jetzt ihren Parteitag, um ihre Mitglieder aufs Stimmensammeln einzuschwören. In vorderster Front: Bürgermeister Lambert Lütkenhorst.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 07.03.2009, 08:42 Uhr / Lesedauer: 1 min

 In erster Linie trafen sich die Christdemokraten am Mittwochabend, um ihre Kandidaten für den Stadtrat zu nominieren (Ergebnisse in der gestrigen Ausgabe, nachzutragen ist Ludger Föcker im Bezirk Altendorf-Ulfkotte).

Volmering hat gute Chancen

Am Rande war zu erfahren, dass auch anderswo bereits Personalfragen geklärt wurden. Sollte am 14. März in Mülheim keine Kampfabstimmung dazwischen kommen, dann wird Sven Volmering auf Listenplatz 28 in die Bundestagswahl ziehen und hätte sehr gute Chancen, auf jeden Fall sein Ticket nach Berlin zu buchen.

Zwischen den Wahlgängen blies die CDU zur Attacke. Schon Stadtverbands-Vorsitzender Tobias Stockhoff geizte nicht mit Angriffen auf die politischen Gegner, wies alle SPD-Vorwürfe als haltlos zurück und sah mit einem Programm "als klaren Kontrast nach links, aber auch zum Turbokapitalismus" beste Chancen, die Kommunalwahl zu gewinnen.

Stehende Ovationen für den Bürgermeister

Dann hatte Lambert Lütkenhorst das Wort. Für seine (wahl-)kämpferische Rede in zuvor nie gehörter Schärfe wurde der Bürgermeister mit stehenden Ovationen belohnt. So verlangte er die rote Karte für SPD-Chef Hans-Willi Niemeyer, weil dieser einen generellen Korruptionsverdacht gegen Ratsmitglieder, Stadtspitze und Verwaltung geäußert habe: "Das ist kein Ausrutscher, das ist fast eine Blutgrätsche und zutiefst unanständig - solch primitive Vorwürfe hat unsere Verwaltung nicht verdient."

Nach der Wahl prophezeite er ein rot-rot-grünes Bündnis: "Die Grünen sind nur noch nach außen grün und in Dorsten auch rot, die SPD verfärbt sich dunkelrot und ich gehe davon aus, dass sie nach der Wahl alle Hemmungen verliert, sich mit den Knallroten zusammenzutun."

Am Beispiel der rot-grünen Forderung nach einer zweiten Gesamtschule lasse sich aufzeigen, wohin das führen könne: "Mit Gesamtschul-Direktor Johannes Kratz gibt es einen unverdächtigen Kronzeugen dafür, dass dies der Tod für unsere gut funktionierende Wulfener Gesamtschule wäre." Da helfe nur eins: Eine Mehrheit für den bürgerlichen Block von CDU und FDP müsse weiter für Verlässlichkeit sorgen.

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