Der Ruhr-Kulturgarten am Hof Dalhaus wurde im Kulturhauptstadtjahr 2010 angelegt. © Olbrich
Landesförderung

Waldlehrpfad und Ruhr-Kulturgarten werden mit 110.000 Euro aufgepeppt

Beide Projekte sind schwer in die Jahre gekommen. Nun erhält Dorsten einen sechsstelligen Betrag, um den Ruhr-Kulturgarten und den Waldlehrpfad im Barloer Busch auf Vordermann zu bringen.

Dorsten hat in den vergangenen Jahren bei der Stadtentwicklung von vielen Millionen Euro an Fördermitteln profitiert. Jetzt kommen rund 110.000 Euro hinzu, weil die Verwaltung bei einem Förderaufruf des Landes mitgemacht hat. Mit Investitionen in den lange vergessenen „Ruhr-Kulturgarten“ und in den veralteten Wald-Lehrpfad im Barloer Busch soll damit die „Grüne Infrastruktur“ gestärkt werden.

Grundriss des Ruhrgebiets

Der Ruhr-Kulturgarten in Altendorf-Ulfkotte bekommt 58.090 Euro. Er wurde im Kulturhauptstadtjahr „Ruhr.2010“ am Hof Dalhaus realisiert. Bewirtschaftet wurde er vom Hofbesitzer, er wird auch künftig das Areal unterhalten, heißt es.

Auf dem Grundriss des Ruhrgebiets mit allen 53 Städten waren damals 53 Obstbäume maßstabsgerecht angelegt worden.

Die Gewässer wurden mit farblich abgestimmten Pflanzen lagegetreu dargestellt. Dazu gab es zahlreiche thematische Kunstinstallationen des Kunstvereins „Virtuell-Visuell“.

Das Fördergeld soll laut Stadt Neu- und Nachpflanzungen von hochstämmigen alten Obstbausorten, Wegebaumaßnahmen und technischem Equipment zur besseren Bewirtschaftung und Pflege (beispielweise einem Bewässerungstank) zugutekommen. Ein kleiner Rundweg im Umfeld der Gesamtanlage mit Anschluss an das öffentliche Wegenetz soll auch entstehen.

Lehr- und Informationstafeln, Pflegeschnittkurse und Info-Veranstaltungen der Biologischen Station Lembeck sind ebenfalls geplant. In Kooperation mit der Stadtagentur soll eine weitere Kunstinstallation erfolgen und das Angebot touristisch vermarktet werden.

Das Foto am Waldlehrpfad zeigt den früheren Stadtförster Bernhard von Blanckenburg im Jahr 1992.
Das Foto am Waldlehrpfad zeigt den früheren Stadtförster Bernhard von Blanckenburg im Jahr 1992. © Archiv © Archiv

Für den „Naturerlebnispfad Barloer Busch“ gibt es 51.467 Euro. Der zu der Stadt Dorsten gehörende Waldkomplex mit einer Größe von 75 Hektar wird von einem Wander- und Wegenetz mit einer Gesamtlänge von 5,5 Kilometern durchzogen.

Außerschulischer Lernort

Der Barloer Busch wird seit vielen Jahren auch von Schulklassen und Kindergärten genutzt. Auf Inititative des ehemaligen Stadtförsters Bernhard von Blanckenburg wurde in den 1980er Jahren der von seinem Vorgänger angelegte Waldlehrpfad ausgebaut und als „außerschulischer Lernort“ etabliert.

Nun hat sich der „Hegering Herrlichkeit Lembeck und Dorsten“ als Hauptinitiator zum Ziel gesetzt, in Zusammenarbeit mit der Stadt diesen ebenfalls in die Jahre gekommenen Lernort auszubauen.

Stadt will Zuschuss geben

Mithilfe der Förderung soll der Naturerlebnispfad mit Informationstafeln, einer Aussichtsplattform, verschiedenen Einsaaten, Heckenpflanzungen, der Errichtung von Schutzmaßnahmen gegen Wildverbiss sowie der Sanierung einer Schutzhütte deutlich aufgewertet werden. Die Stadt will für die Unterhaltung rund 3.000 Euro jährlich zur Verfügung stellen.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein

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