Was passiert mit Gelände der ehemaligen Dachpappenfabrik?

Marodes Erbe "Auf dem Beerenkamp"

DORSTEN Gut 2,3 Mio. Euro dürfte die Entsorgung und Wiederaufbereitung des kontaminierten Bodens der damaligen Dachpappenfabrik an der Straße „Auf dem Beerenkamp“ laut Gutachten kosten. Ein marodes Erbe, das der privat-insolvente Eigentümer der ehemaligen Firma Dr. Kohl der Stadt da hinterlassen hat.

von Von Michael Klein

, 21.10.2009, 17:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
So wie hier auf dem Beerenkamp-Nachbargrundstück (ehemals Mülle Indepo), wo das Dorstener Architekturbüro Bücker derzeit ein Baugebiet entwickelt, soll es auch später einmal auf dem dann sanierten Dr. Kohl-Gelände aussehen.

So wie hier auf dem Beerenkamp-Nachbargrundstück (ehemals Mülle Indepo), wo das Dorstener Architekturbüro Bücker derzeit ein Baugebiet entwickelt, soll es auch später einmal auf dem dann sanierten Dr. Kohl-Gelände aussehen.

Denn die Schäden werden immer größer, je mehr Zeit ins Land geht, je mehr Belastungen ins Grundwasser gelangen. Dort, wo die Siloanlagen stehen, ist die Sache einigermaßen sauber. „Da wurde ab den 60er Jahren auf Erdölbasis produziert.“ Doch in den Jahrzehnten zuvor hat man sich bei der Produktion nur wenig Gedanken um Boden- oder Umweltschutz gemacht. „Wir haben bei den Untersuchungen leichtflüchtige Öle gefunden, die beim Kochen des Teers und der Destillation in den Boden gelangt sind und sich durch den Grundwasser-Verlauf ausgeweitet haben.“ Und auch dort, wo damals das Zeug gelagert wurde, ist der Boden verseucht.

Bis zu sieben Meter tief muss der Boden auf einer Fläche ausgekoffert und erneuert werden, die gar nicht mal so groß ist: 400 Quadratmeter vielleicht. Die Belastungen betreffen aber auch ein lang gestrecktes Gebäude auf dem Nachbargrundstück (ehemals Müllle Indepot), das vor Jahrzehnten eine Kofferfabrik beherbergte. Und bevor der Boden unter diesen Räumen nicht saniert worden ist, kommt auch das Architekturbüro von Heinrich und Heidrun Bücker nicht weiter, das nebenan ein Baugrundstück erschließt

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