Wegen Großbaustelle: Kaufmannschaft soll für City-Feste städtischen Zuschuss bekommen

mlzInnenstadt-Umbau

Die Stadtfeste werden 2019 und 2020 unter der Großbaustelle in der Fußgängerzone leiden. Deshalb soll die DIA einen fünfstelligen Zuschuss bekommen. Die Politik muss darüber entscheiden.

Dorsten

, 30.04.2019, 04:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für die in der Dorstener Interessengemeinschaft Altstadt (DIA) organisierten Innenstadt-Kaufleute sind die Jahre 2019 und 2020 eine Zeit des personellen wie baulichen Umbruchs und Aufbruchs: der Vorsitz hat gewechselt, eine neue Veranstalter-Gemeinschaft hat die Organisation von Stadtfesten der DIA übernommen. Hinzu kommt die derzeit laufende Totalrenovierung der Fußgängerzone, die die DIA vor mannigfaltige Herausforderungen stellt.

Bis zu 50.000 Euro

Damit die Kaufmannschaft die Schwierigkeiten, die mit dem Umbau der Innenstadt verbunden sind, besser bewältigen kann, soll die DIA von der Stadt einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 50.000 Euro bekommen. Die Politik wird sich in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses mit der Finanzspritze beschäftigen, die CDU und FDP vor einem Jahr angeregt hatten. Die Summe orientiere sich laut Stadt an Zuschüssen, die in vergleichbaren Kommunen für die Ausrichtung von Stadtfesten gewährt werden.

Ohne konkrete Zweckbindung

Inzwischen haben Stadt und DIA erste Gespräche darüber geführt, welche Sonder-Aktionen oder Projekte mit dem Zuschuss gefördert werden könnten. „Das Geld würde ohne konkrete Zweckbindung zur Verfügung gestellt“, betont Ludger Böhne, Pressesprecher der Stadt, auf unsere Anfrage.

Die Mittel sollen laut Stadt aber insbesondere den höheren Aufwand bei der Ausrichtung von Stadtfesten abdecken, der sich in den Jahren 2019 und 2020 aus den laufenden Arbeiten zur Erneuerung der Innenstadt ergeben. Auf die Auftraggeber und Organisatoren von Stadtfesten kämen erhöhte Kosten zu, weil immer wieder Stellflächen, die sonst bei Stadtfesten vermietet werden, wegen der wandernden Baustellen wegfallen.

Ansprechende Gestaltung

Aber auch Aufwendungen für eine auch unter Baustellenbedingungen ansprechenden Gestaltung der Stadtfeste könnten mit dem Zuschuss bezahlt werden. Zum Beispiel hätten die bei „Dorsten is(s)t mobil“ eingesetzten Pagoden-Zelte ein sehr gelungenes Bild ergeben, so Ludger Böhne. Solche Pagoden könnten von dem Geld angeschafft oder zu Festen gemietet werden.

DIA hat konkrete Ideen

Zu meistern seien außerdem technische Herausforderungen, etwa die Verlegung von Versorgungsleitungen zu Ständen und Bühnen. „Die DIA als Ausrichterin der Stadtfeste kann aber letztlich frei entscheiden, wie sie den Zuschuss im Sinne der gesamten Altstadt einsetzt“, so Böhne. Vonseiten der DIA war zu hören, dass man bereits konkrete Ideen habe, diese aber erst dann öffentlich machen wolle, wenn die Politik den Zuschuss positiv bewilligt habe. Die Stadt betont, das Dorstener Innenstadtmarketing sei in der Vergangenheit im Gegensatz zu fast allen vergleichbaren Städten in der Region nahezu ohne städtische Zuschüsse ausgekommen.

Kämmerer entscheidet

Im Etat 2019 der Stadt ist das Geld übrigens nicht vorgesehen. Es soll möglichst aus dem vorhandenen Budget des Bürgermeisterbüros bestritten werden. Ansonsten müsste es außerplanmäßig bereit gestellt werden, so die Verwaltung. Bei einer Grenze unter 50.000 Euro kann darüber Stadtkämmerer Hubert Große-Ruiken frei entscheiden.

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