Wennemar soll der „Namenspate“ vom neuen Kindergarten in Dorsten werden

Stadtteilkonferenz

Im Stadtteil Holsterhausen baut die Stadt Dorsten eine neue Kindertagesstätte. Die dortige Stadtteilkonferenz möchte sie gern nach dem Pfarrei-Patron benennen. Doch die Politik entscheidet.

Dorsten

, 02.03.2020, 09:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nach Willen der Holsterhausener Stadtteilkonferenz soll der neue Kindergarten in Holsterhausen "Wennemar-Kita" heißen.

Nach Willen der Holsterhausener Stadtteilkonferenz soll der neue Kindergarten in Holsterhausen "Wennemar-Kita" heißen. © Michael Klein

„Kindergarten am Antoniusplatz“ - so heißt im verwaltungsinternen Sprachgebrauch der Kindergarten, den die Stadt in Holsterhausen baut. Doch diesen Namen wird er nach Fertigstellung nicht tragen: „Das würde zu Verwirrung mit der katholischen St. Antonius-Kita führen“, so Bürgermeister Tobias Stockhoff bei Stadtteilkonferenz in Holsterhausen.

Und so durften die Teilnehmer am letzten Donnerstag in der Gaststätte „Adolf“ selbst zur Namensfindung schreiten. Drei Vorschläge werden nun dem Jugendhilfeausschuss vorgelegt, die Politik wird die Entscheidung treffen.

„Guter Begleiter“

Der Favorit der Konferenz-Teilnehmer lautet „Wennemar-Kindertagesstätte“. Wennemar von Heyden, Besitzer von Haus Hagenbeck, war im 15. Jahrhundert das Patronat über die neue Pfarrei St. Antonius Holsterhausen übertragen worden. Nach ihm wurde die Wennemarstraße benannt, an der die Kita liegt.

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Wie Konferenz-Mitinitiator Matthias Feller erklärte, bedeutet der Name Wennemar im Althochdeutschen „guter Freund“ - und ein guter Begleiter solle den kleinen Besuchern mit ihrem Kindergarten an die Hand gegeben werden. Eine Geschichtsstation, so die Anregung von Simon Rodriguez Garcia, könnte Infos über den „Patenonkel“ liefern.

Sollte Wennemar für die Politik nicht infrage kommen, schlugen die Teilnehmer die Alternativen „Tintenherz-“ und „Löwenzahn-Kindergarten“ vor.

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