Werk Scholven kündigt weiteres „Abfackeln“ in den nächsten Tagen an

Nächtlicher Fackelschein

Ein „brennender Himmel“ hat vor wenigen Tagen viele Menschen in Dorsten und Umgebung beunruhigt. Jetzt kündigt die Ruhr Oel-Raffinerie in Scholven neuen Fackelschein an.

Dorsten

, 22.01.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Werk Scholven kündigt weiteres „Abfackeln“ in den nächsten Tagen an

Ein Feuerschein am nächtlichen Himmel hatte am 13. Januar für viel Aufregung in Dorsten und Umgebung gesorgt. © picture alliance/dpa

Hunderte Anrufer hatten sich am Abend des 13. Januars voller Sorge bei der Feuerwehr gemeldet. Grund war ein hell erleuchterter Nachthimmel, der auch in Dorsten und angrenzenden Gemeinden zu sehen war. Wie sich herausstellte, hatte eine Anlage im Werk Scholven der Ruhr Oel Raffinerie einen Defekt.

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Die Sicherheitssysteme reagierten damals nach Unternehmensangaben wie vorgesehen: Das überschüssige Gas wurde über eine Fackel verbrannt. „Für zwei Stunden war die Fackel auch aufgrund der Witterungsverhältnisse in weiten Teilen des Ruhrgebiets sichtbar“, bestätigte ein Firmensprecher.

Defekte Anlage ist repariert

Nach erfolgreich abgeschlossener Reparatur wird diese Anlage nun wieder in Betrieb genommen. Deshalb kann es in den nächsten Tagen „zeitweise zu Fackelschein und Geräuschentwicklung kommen“, bestätigte die Ruhr Oel Raffinerie am Mittwoch (22. Januar) in einer Mitteilung. „Wir sind zuversichtlich, dass die Anlage zum Wochenende wieder im Normalbetrieb ist.“

Das Werk Scholven verfügt über elf Hochfackeln und zwei Bodenfackeln. Im Normalbetrieb bei der Verarbeitung von Rohöl zu verschiedenen Produkten wie Kraftstoff oder petrochemischen Grundstoffen kommen diese nicht zum Einsatz, wie das Unternehmen auf seiner Homepage mitteilt. „Die sogenannten Prozessgase werden in den Anlagen weiterverarbeitet bzw. aufgearbeitet.“

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