Wie eine schwarz-gelbe Tomate in die Fernsehküche von Björn Freitag kam

mlzIn Lembeck gezüchtet

Ist die „BVB-Rakete“ was für Schalke-Koch Björn Freitag? Was er mit der Tomaten-Züchtung der Biologischen Station Lembeck in der Küche anstellt, können Fernsehzuschauer am Montag sehen.

Lembeck

, 28.08.2019, 11:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hätte die Biologische Station des Kreises Recklinghausen in Lembeck nicht mit der ehrenamtlichen Verpflichtung von Jan Schrieverhoff ein „goldenes Händchen“ bewiesen, und hätte dieser leidenschaftliche Hobbygärtner nicht ein besonderes Faible für ausgefallene Tomatenzüchtungen - die WDR-Serie „Lecker an Bord“ hätte am kommenden Montag einen Gag und eine Leckerei weniger.

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So konnte Frank Buchholz, der aus Dortmund stammende Fernsehkoch aus Mainz, seinen Freund Björn Freitag am Dienstag bei den letzten Dreharbeiten für die zweite Folge der „Kulinarischen Schätze rund um Dorsten“ mit einer schwarz-gelben Tomate überraschen. Ob der Schalke-Fan und Mannschaftskoch das außergewöhnliche Fruchtgemüse gleich zu Ketchup zerstampft oder kreativ in sein Menü eingearbeitet hat, können Fernsehzuschauer am Montag (2. September) von 20.15 bis 21 Uhr im WDR-Fernsehen verfolgen.

Wie eine schwarz-gelbe Tomate in die Fernsehküche von Björn Freitag kam

Auch für die BVB-Rakete, eine eigene Züchtung von Jan Schrieverhoff, sollte sich Schalke-Koch Björn Freitag was einfallen lassen. © Petra Berkenbusch

Pensionierter Lehrer steckt viel ehrenamtliche Arbeit in den Bauerngarten

In der Sendung werden sie auch Jan Schrieverhoff sehen, der sich seit einiger Zeit liebevoll um den Bauerngarten am ehemaligen Hof Punsmann kümmert. Der pensionierte Lehrer, der an der Gesamtschule Wulfen Chemie, Sport und Pädagogik unterrichtet hat, stammt selbst vom Bauernhof und ist Gründungsmitglied des Trägervereins der Biologischen Station.

„Er hatte schon immer den Bauerngarten im Blick und viele Verbesserungsvorschläge“, berichtet Geschäftsführer Georg Tegner, „als er dann in den Ruhestand ging, konnte ich ihn dafür gewinnen, diesen Teil unserer Station mit neuem Leben zu erfüllen.“ Pflanzen wie Dahlien und Rosen sowie Kräuter zum Essen und Heilen widersetzen sich seither in den von Ilex-Hecken markierten Beeten dem üppig wuchernden Unkraut.

Was haben die Sterneköche aus den Dicken Bohnen aus Lembeck gemacht?

Und natürlich das Gemüse von Jan Schrieverhoff: Zum Beispiel die Prunkbohne, eine seiner Lieblingspflanzen, die orange blüht, im unreifen Zustand ein kräftiges Pink zeigt und sich bis zum Frost immer wieder ernten lässt.

Wie eine schwarz-gelbe Tomate in die Fernsehküche von Björn Freitag kam

Die Prunkbohne: Die unreife Frucht kommt in Pink daher, die Blüten in Orange. © Petra Berkenbusch

Keine Frage, dass Schrieverhoff den Sterneköchen bei ihrem ersten Besuch in der Biologischen Station Dicke Bohnen, Zuckererbsen, Rote Bete und Mangold mitgegeben hat. „Das haben die beiden schon bei einer Aufzeichnung im Juni verkocht“, berichtet der Hobbygärtner. „Am Dienstag kam dann eine WDR-Mitarbeiterin hierher, um wie verabredet die BVB-Raketen abzuholen, mit denen Buchholz den Schalke-Koch überraschen wollte.“

Sieben Stunden haben die Dreharbeiten im Juni gearbeitet. Am Montag wollen Schrieverhoff und Tenger unbedingt sehen, was daraus geworden ist. Und was die Köche Freitag und Buchholz aus seinem Lembecker Gemüse gemacht haben.

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Die Biologische Station wird ständig weiterentwickelt

Bauerngarten ist jetzt „wegbar“

  • Mit den Bufdis (Bundesfreiwilligendienst) hat Schrieverhoff in diesem Jahr den Bauergarten „wegbar“ gemacht, also so gestaltet, dass auch Rollstuhlfahrer, Rollatornutzer und Kinderwagen über die Wege rollen und die Eingangstore leicht überwinden können.
  • Ein neues Hochbeet ermöglicht es Rollstuhlfahrern ebenfalls, Kräuter und Pflanzen anzufassen und anzuschauen.
  • Ein „Augenschmaus“ sind auch die Blühstreifen am äußeren Rand des Bauerngartens, die Schrieverhoff mit Sommerblumensamen vom Discounter angelegt hat.
  • Am 28. September findet wieder das Apfelsaftfest auf dem Hof statt. Dann steht die Apfelsaftpresse bereit, und Besucher können ihren eigenen Äpfel zu Apfelsaft pressen lassen.
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