Wie in Lembeck aus einem Lehrerzimmer ein Bürgertreff wird

mlzLaurentiusschule

Fünf Jahre war das Lehrerzimmer der alten Laurentiusschule ein Ausweichquartier für Lembecker Gruppen. Jetzt ist dort ein fester Bürgertreff geplant. Die Umgestaltung beginnt aber im Freien.

Lembeck

, 23.09.2019, 13:22 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Flüchtlingshilfe hatte dort ab 2015 ihr Quartier. Einzelne Gruppen treffen sich gelegentlich dort, manche Versammlung findet dort statt. Doch etabliert als Dorftreff ist das Lehrerzimmer der Laurentiusschule längst noch nicht.

Der Raum im Erdgeschoss der alten Hauptschule galt eher als Ausweichquartier, weil er ja meistens leerstand. Das soll sich nun ändern, der finanzielle Startschuss ist erfolgt. „Wir wussten ja lange nicht, was mit dem Gebäude passiert“, erklärte Ursula Küsters vom Förderverein des Seniorenzentrums in der vergangenen Woche in der Lembecker Porte.

1000 Euro als „kleines Einstiegspaket“

Inzwischen ist klar: Der Gebäudetrakt mit dem Lehrerzimmer bleibt. Die Dorfkonferenz hat daraufhin einen Zuschuss von 1000 Euro aus dem Bürgerbudget als „kleines Einstiegspaket“ bewilligt. Den 25-prozentigen Eigenanteil steuert der Förderverein bei. Für eine Infotafel zum Beispiel, für Putzmittel, eine Kaffeemaschine und Geschirr vielleicht.

Aus dem Förderprojekt „NRW vital“ gehen weitere 2000 Euro nach Lembeck. „Die schriftliche Bewilligung ist schon da“, sagte Architekt Ralf Badura letzte Woche. Er hat die Pläne entworfen, wie der Bürgertreff eines Tages im Inneren aussehen könnte.

Am 12. Oktober wird das Außengelände umgestaltet

Das Geld ist in der Regel nicht das Problem bei solchen Projekten, meinte Stefan Breuer. „Aber es muss Leute geben, die vorangehen und anpacken.“ Die können dann am 12. Oktober mit Gartengeräten zur Laurentiusschule kommen.

Denn in einem ersten Schritt soll der Vorgarten mit dem riesigen norwegischen Findling neu gestaltet werden - mit neuen Pflanzen und einer Sitzgelegenheit. Damit man sich spätestens im nächsten Frühjahr auch im Freien treffen und ein Schwätzchen halten kann. „Es ist wichtig, dass die Lembecker sehen: Hier passiert etwas“, so Ursula Küsters.

Erste Ideen für die künftige Nutzung

Unklar bleibt indes, was genau in dem ehemaligen Lehrerzimmer so alles passiert. „Wir möchten möglichst wenig vorgeben“, sagt Ursula Küster, „sondern langsam anfangen und hören, wo der Bedarf ist.“ Erste Ideen gibt es freilich schon: ein monatlicher Info-Morgen für junge Familien, Vorträge der Lembecker Gartenfreunde, Sprechstunden der Verbraucherberatung.

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