Wie will ich morgen leben?

Dorsten "Je eher man mit seiner Zukunftsplanung beginnt, desto besser kann sie bewältigt werden."

04.09.2007, 18:57 Uhr / Lesedauer: 2 min

Von dieser Überzeugung geleitet, gründete eine Handvoll Gleichgesinnter vor zwei Jahren in Dorsten den Verein "Wohnen in Gemeinschaft", der mittlerweile 23 Mitglieder zählt. "Neue gemeinschaftsorientierte Wohnformen gewinnen immer mehr an Bedeutung", weiß der Vorsitzende Bodo Perlitz um die Brüchigkeit des filigranen, sozialen Netzes, das unter dem demographischen Wandel nur allzu schnell einreißen kann. Wie lebe ich heute - wie möchte ich morgen leben? - Eine Frage, mit der sich nur wenige frühzeitig auseinander setzen möchten, bedauert Bodo Perlitz die weit verbreitete Verdrängung eines so wichtiges Themas.

Altersbogen

Von Mitte 40 bis Mitte 70 spannt sich der "Altersbogen", der derzeitigen Männer und Frauen, Singles und Alleinstehenden, die sich regelmäßig zu Arbeits- und geselligen Treffen des Vereins zusammenfinden. Gemeinsam leben muss geübt werden: "Generationsübergreifend wollen wir unser Leben selbst gestalten, unsere Fähigkeiten und Erfahrungen einbringen, gemeinsam aktiv werden", will Bodo Perlitz die jüngere Generation nicht ausschließen.

Reisen, Seminare, Weiterbildungen, sportliche Veranstaltungen - zahlreiche Aktivitäten haben die Vereinsmitglieder in den vergangenen zwei Jahren näher gebracht. Doch um ein großes Projekt auf gesunde Beine zu stellen, braucht es noch viele weitere tatkräftige Menschen: "Wir suchen noch Mitbewohner, Bauträger, Investoren, Architekten und Politiker, die an neuen Wohnformen interessiert sind, und ihre Ideen zur Verwirklichung unserer Pläne einbringen wollen", rührt der Vorstand verstärkt die Werbetrommel.

Wie diese Wohnformen aussehen könnte, wissen die Mitglieder schon sehr genau: "In Emsdetten ist das Generationenwohnen schon in der Anlage ,Hof Eiche 24? umgesetzt und in Borken steht ein derartiges Projekt mit 18 bis 24 Wohneinheiten und Gemeinschaftseinrichtungen kurz vor der Realisation", orientiert sich Bodo Perlitz an diesen Beispielen aus der Nachbarschaft. Zentrales Element bei diesen Projekten ist eigenständig in einer Gemeinschaft leben, in der Begegnungen, Austausch, Hilfe und ein nachbarschaftliches Miteinander gefördert werden sollen. Der Verein hofft, dass seine Pläne schon bald auf Dorstener Boden wachsen können. Denn was in Borken und Emsdetten funktioniert, muss doch auch in Dorsten möglich sein, oder? sing

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