Winterdienst

Winterdienst in Dorsten: „Wir arbeiten am Limit!“

Der Winterdienst der Stadt Dorsten arbeitet derzeit unter extremen Wetterbedingungen und am Limit. Doch vielen Menschen in Dorsten reicht das offenbar nicht.
Der städtische Winterdienst arbeitet derzeit unter extremen Wetterbedingungen und am Limit. © Guido Bludau

Die Kritik an der Arbeit des Winterdienstes rief am Wochenende sogar den Bürgermeister auf den Plan. Er sprach von einem „tollen Job der Kolleginnen und Kollegen“. Tobias Stockhoff sagte auch deutlich, dass manche Aussagen nicht berechtigt seien. Denn der Winterdienst ist nicht für jede Straße zuständig. Und die Bedingungen seien extrem.

Temperatursturz sorgte für Eispanzer

Mit dem Schneefall ging seit Sonntag ein Temperatursturz einher, der den frischen Schnee auf den noch nicht ausgekühlten Straßen erst leicht antauen und dann gefrieren ließ. Das Ergebnis ist ein Eispanzer, der kaum zu beseitigen ist. „Da verliert auch das Salz seine Wirkung“, sagte Stadtsprecher Ludger Böhne am Montag.

Durch Verwehungen und Neuschnee bildete sich zudem auf gerade geräumten Strecken schnell eine neue Decke. Andreas Jung vom Entsorgungsbetrieb bestätigte: „Wir tun, was wir können, und unsere Truppe steht nach den ersten beiden Tagen mit wenigen Pausen am Limit. Aber wir sind weiter unterwegs und versuchen, die Straßen befahrbar zu machen.“

Etwa 150 Tonnen Salz verteilt

In der Nacht zu Sonntag waren die Räumfahrzeuge bis nach 1 Uhr unterwegs und am Sonntag nach einer kurzen Pause wieder ab 5.30 Uhr. Nach vier Stunden Ruhezeit am Nachmittag ging es dann bis in die Abendstunden weiter.

Am Montag war der Räumdienst ab 4 Uhr auf der Strecke und auch der Dienstag wird so früh beginnen. „Je nach Wetterlage werden die Fahrzeuge auch über das Dienstende hinaus unterwegs sein“, betont Böhne.

An den ersten beiden Tagen wurden nach Angaben der Stadt geschätzt 150 Tonnen Salz ausgebracht. Da die Eisdecke das größte Problem ist, wurde das Salz mit Split vermischt, um wenigstens etwas „Grip“ auf die Fahrbahnen zu bekommen. „Trotzdem bleibt es erforderlich, im Straßenverkehr mit höchster Vorsicht unterwegs zu sein“. so Böhne.

In vielen Anliegerstraßen sind die Anwohner selbst für den Winterdienst verantwortlich. Auskunft gibt die städtischen Homepage (www.dorsten.de). Über das Logo „Info Winterdienst und Sommerwartung“ kommt man zu einer Suchmaske: Adresse eingeben, Haken bei Winterdienst setzen und auf den angezeigten Straßenabschnitt klicken. Dann öffnet sich ein Fenster, in dem ein pdf-Infoblatt aufgerufen und bei Bedarf ausgedruckt werden kann.

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