Wittenbrinkschüler laufen gemeinsam zur Schule

Projekt "Walking Bus"

WULFEN „Walking Bus“ – gehender Bus: So heißt ein neues Projekt an der Wittenbrinkschule in Wulfen, bei dem Kinder der ersten und zweiten Klassen mit ihren Eltern zur Schule laufen.

von Von Berthold Fehmer

, 09.10.2009, 16:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Geschafft: Das Schulgelände ist erreicht.

Geschafft: Das Schulgelände ist erreicht.

Ausgerüstet mit Warnwesten, die man günstig erstanden hat, und einem Halteschild marschieren Max und Luca vorne weg. An Straßeneinmündungen muss Wagenknecht-Vogt die beiden des Öfteren zwar noch bremsen. Und am Heck des Busses läuft „Opa Hannes“ („der Nachname ist doch egal“), gemeinsam mit seinem Enkel Lukas Baumeister und passt als Schaffner auf, dass keines der Kinder zu sehr bummelt. Auf dem Weg sammelt der Bus immer mehr Kinder ein. Insgesamt zwölf machen mit. „Wir warten drei Minuten, dann fahren wir weiter“, sagt Max an der Kreuzung Orthöver Weg. Pech für Robin – der hat heute verschlafen. Und muss später von der Mutter zur Schule gebracht werden.

Britta Stickel und ihre Tochter Katharina übernehmen ab dem Orthöver Weg die Busfahrer-Plätze. An jeder Kreuzung leitet Britta Stickel die Kinder an, erst nach links, dann nach rechts zu schauen. Und erst über die Straße zu laufen, wenn kein Auto mehr kommt, oder die Autofahrer die Kinder zuerst vorbei lassen. Was viele aufgrund des Schildes und der Kleidung der Kinder tun. „Das ist echt praktisch“, sagt Britta Stickel. Laufen statt Elterntaxi – das biete neben der Verkehrserziehung viele Vorteile, sagt Hörsch, als der Bus an der Schule angekommen ist: Die Kinder sind morgens richtig wach, lernen den Ortsteil besser kennen, bekommen mehr Bewegung. Gleichzeitig werde der Bring- und Holverkehr vor der Schule reduziert, der häufig zu chaotischen Situationen geführt habe. 

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