Wohnungslosenhilfe Dorsten Hier können sich Bedürftige gespendete Lebensmittel abholen

Volontärin
Souhail Shamsuddin und Jennifer Niegel stehen im Eingangsbereich der Dorstener Wohnungslosenhilfe.
Souhail Shamsuddin und Jennifer Niegel freuen sich über die gute Zusammenarbeit zwischen der Wohnungslosenhilfe und dem Foodsharing. © Katharina Göke
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Zweimal die Woche beliefert das Foodsharing die Wohnungslosenhilfe n der Borkener Straße 37. Eine große Lieferung komme immer donnerstags, sagt David Wäscher von der Wohnungslosenhilfe. „Da kriegen wir teilweise viele frische Lebensmittel“, schließt sich seine Kollegin Jennifer Niegel an.

„Das Foodsharing ist auf uns zugekommen“, erklärt Wäscher. „Da haben wir durchaus mal hin und wieder einen Klienten hingeschickt, wenn wir leider nichts da hatten“, ergänzt Souhail Shamsuddin von der Wohnungslosenhilfe.

Da sich teilweise das Klientel überschnitten habe, dachte das Team des Foodsharings, dass man doch gemeinsam helfen könnte, erklärt Wäscher. Seit fünf bis sechs Monaten arbeiten sie nun schon zusammen. Jennifer Niegel betont: „Klappt auch echt super. Das ist sehr hilfreich.“ Vor Ort gucken sich die Mitarbeiter die Lebensmittel dahingehend noch einmal an, wie ihr Zustand ist und was sie gebrauchen können.

David Wäscher, Souhail Shamsuddin, Annette Peine und eine weitere Mitarbeiterin des Foodsharings stehen mit den gespendeten Lebensmitteln vor der Wohnungslosenhilfe.
Das Foodsharing liefert zweimal die Woche Lebensmittel an die Wohnungslosenhilfe. © Privat

Teilweise seien es noch nicht lange abgelaufene Lebensmittel, die gespendet werden. „Was wir selber essen würden, geben wir natürlich auch weiter“, so Niegel. Einige andere stünden kurz vor dem Ablaufdatum oder hätten Makel.

Das Foodsharing bekommt die Lebensmittel aus Supermärkten. In der Einrichtung der Wohnungslosenhilfe können Bedürftige sich diese dann abholen.

Verschiedenste Lebensmittel

Je nachdem, wann die Bedürftigen kommen, werden ihnen Tüten mit Lebensmittel zusammengestellt. Ansonsten „haben wir ein Spendenregal in der Tagesstätte stehen, wo auch Obst, Gemüse und alles Mögliche drin ist und wo sie sich auch bedienen können“, erklärt Niegel.

Dabei haben sie eine relativ große Auswahl. „Konserven, Obst, Gemüse, auch Gewürze sind dabei“, sagt Souhail Shamsuddin. Auch Tiefkühlware und Fertiggerichte können sich die Menschen dort holen.

Noch mehr Bedürftige erreichen

Da das Team der Wohnungslosenhilfe die Tiefkühlware nicht lagern konnte, „haben wir uns extra eine große Kühltruhe geholt. Das ist superpraktisch für uns“, sagt Niegel. Zum Abholen von Lebensmitteln sei übrigens weder der Dorsten-Pass noch ein Leistungsbescheid vom Jobcenter notwendig, betont Shamsuddin. „Jemand, der kommt und Hilfe braucht, bekommt die hier auch“, ergänzt Niegel. Bisher sei das Angebot super angekommen.

„Uns geht es darum, dass wir mehr Leute damit erreichen, die es gerade aktuell wirklich nötig haben“, sagt David Wäscher. Sie wollen auch Bedürftige über ihr Klientel hinaus ansprechen. Neben den Lebensmitteln vom Foodsharing bekommt das Team der Wohnungslosenhilfe auch Lebensmittelspenden von Privatleuten und manchen Supermärkten.

Zum Thema

Lebensmittelspenden, wie Konserven, Toast, Nudeln und alles, was gut lagerbar ist, kann das Team der Wohnungslosenhilfe immer gut gebrauchen. Geldspenden können auf das Konto mit der IBAN: DE48 4265 0150 0001 6878 62 überwiesen werden. Die Beratungsstelle ist montags bis freitags von 8.30 bis 13 Uhr und die Tagesstätte montags bis donnerstags von 8.30 bis 13 Uhr und freitags von 8.30 bis 12 Uhr geöffnet.