Wulfener Schüler ließen sich vom Industriedenkmal inspirieren

Pilotprojekt

Wo sonst eher Grautöne dominieren, setzen jetzt bunte Farbtupfer künstlerische Akzente: In der Dampfmaschinen-Halle auf dem Fürst-Leopold-Gelände sind derzeit die Maschinen-Protraits zu sehen, in denen elf Wulfener Schüler mit Pinsel und Acrylfarbe ihren Blick auf die Technik auf Leinwänden festhielten.

HERVEST/WULFEN

von Von Klaus-Dieter Krause

, 24.10.2011, 15:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Präsentation der Werke in der Dampfmaschinenhalle: Beim gemeinsamen Projekt des Kunstvereins, des Bergbauvereins und Schülern der Gesamtschule Wulfen kam sehr viel Vorzeigbares heraus!

Präsentation der Werke in der Dampfmaschinenhalle: Beim gemeinsamen Projekt des Kunstvereins, des Bergbauvereins und Schülern der Gesamtschule Wulfen kam sehr viel Vorzeigbares heraus!

Was dabei als Ergebnis einer gemeinsamen Aktion der Gesamtschule Wulfen, des Dorstener Kunstvereins und des Bergbauvereins herauskam, ist beachtlich: „Die Maschinenhalle hat sich als außergewöhnlicher Lernort bewährt, dieses Pilotprojekt ist rundum gelungen“, freute sich Dr. Hans-Udo Schneider bei der Ausstellungs-Eröffnung am Freitagnachmittag. Dabei erfüllten zunächst ungewohnte Klänge das Industriedenkmal: Aus wechselnden Ecken ertönte eine Trompetenfanfare, an anderer Stelle antworteten Klarinetten. Ebenso einfallsreich ging es weiter: Die jungen Künstler maßen mit Menschenketten die Dimensionen des Maschinenraums aus.Mehr als zufrieden Dann erfolgte der mit großem Beifall bedachte Einmarsch der Akteure, die einzeln ihre Werke präsentierten. Und nach dieser Schau war klar, warum der Kunstverein mit seinem „JugendKunstProjekt 2011“ mehr als zufrieden ist: „Wir laden auch andere Schulen ein, dem Beispiel der Gesamtschule zu folgen und die Maschinenhalle zu besuchen.“ Auch die Hervester Zechensiedlung könnte künftig als Motiv für ähnliche Projekte dienen.

Martin Hagemann, der die Aktion für den Bergbau-Verein vor Ort begleitete, war des Lobes voll: „Das war ein tolles Experiment, das sich gelohnt hat. Bei meinen Vereins-Aktivitäten gehörte die letzte Woche zu den spannendsten, interessantesten und lustigsten.“

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Kunst aus der Dampfmaschinen-Halle

Wulfener Schüler ließen in der Dampfmaschinen-Halle des Fürst-Leopold-Geländes ihre Kreativität spielen. Die Ergebnisse sind dort nun ausgestellt.
24.10.2011
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Präsentation der Werke in der Dampfmaschinenhalle: Beim gemeinsamen Projekt des Kunstvereins, des Bergbauvereins und Schülern der Gesamtschule Wulfen kam sehr viel Vorzeigbares heraus!© kdk
Präsentation der Werke in der Dampfmaschinenhalle: Beim gemeinsamen Projekt des Kunstvereins, des Bergbauvereins und Schülern der Gesamtschule Wulfen kam sehr viel Vorzeigbares heraus!© kdk
Die jungen Künstler maßen per Menschenkette die Dimension der Maschinenhalle aus, was per Video vom Kunstverein dokumentiert wurde.© kdk
Gute Stimmung nach der offiziellen Eröffnung einer sehenswerten Ausstellung: Alle Beteiligten freuten sich über die gelungene Aktion, an der Ursel Kipp (Bildmitte) großen Anteil hatte.
Präsentation der Werke in der Dampfmaschinenhalle: Beim gemeinsamen Projekt des Kunstvereins, des Bergbauvereins und Schülern der Gesamtschule Wulfen kam sehr viel Vorzeigbares heraus!© Foto: Klaus-Dieter Krause
Präsentation der Werke in der Dampfmaschinenhalle: Beim gemeinsamen Projekt des Kunstvereins, des Bergbauvereins und Schülern der Gesamtschule Wulfen kam sehr viel Vorzeigbares heraus!© kdk
Präsentation der Werke in der Dampfmaschinenhalle: Beim gemeinsamen Projekt des Kunstvereins, des Bergbauvereins und Schülern der Gesamtschule Wulfen kam sehr viel Vorzeigbares heraus!© kdk
Zur Ausstellungseröffnung ertönte aus allen Winkeln der Maschinenhalle Musik, bis die jungen Musiker schließlich durch die Tür einzogen.© kdk
Schlagworte
Dass dieses Projekt sowohl geeignet ist, bei jungen Menschen die Bereitschaft zu wecken, das soziale und kulturelle Erbe zu wahren, wie auch durch handfestes künstlerisches Schaffen kreative Talente zu wecken, war auch Antriebsfeder für Ursel Kipp, die der Aktion gleich dreifach verbunden war: Als ehemalige Gesamtschul-Lehrerin, als Mitglied des Kunstvereins und als Mitglied des Bergbauvereins. Und ein Ehrentitel, so konnte man den Danksagungen entnehmen, kommt jetzt noch hinzu: Ursel Kipp war auch die Seele des JugendKunstProjekts 2011.

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