Zahnärzte spendeten 47.239 Euro an Hospiz-Freundeskreis

Zahngold für den guten Zweck

So hoch wie nie zuvor ist der Betrag, den Dorstener Zahnärzte in diesem Jahr aus den Zahngoldspenden ihrer Patienten einem guten Zweck zukommen lassen können: Satte 47.239 Euro fließen an den Hospiz-Freundeskreis Dorsten e.V. zur Unterstützung des vorbildlichen Palliativ-Netzwerkes Spes Viva.

Dorsten

, 08.12.2016, 16:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Summe aus den Zahnmetallspenden 2016 übertrifft alle Erwartungen: 47.239 Euro kann die Vereinigung Dorstener Zahnärzte dem Hospiz-Freundeskreis Dorsten e.V. überweisen.

Die Summe aus den Zahnmetallspenden 2016 übertrifft alle Erwartungen: 47.239 Euro kann die Vereinigung Dorstener Zahnärzte dem Hospiz-Freundeskreis Dorsten e.V. überweisen.

Dr. Swantje Engels, Vorsitzende der Vereinigung Dorstener Zahnärzte (VDZ), hatte am Mittwochabend zur Spendenübergabe auf der Eisfläche am Markt farbige Zahlen-Puzzle-Teile mitgebracht, die die erfreuliche Summe anschaulich ins Bild setzten. "Wir freuen uns sehr, mit dem Geld die vielfältige Arbeit des Ambulanten Hospizdienstes unterstützen zu können, der unheilbar kranke Menschen und deren Angehörige mit einer Idee Menschlichkeit mehr begleitet, berät und informiert", dankt die VDZ-Vorsitzende allen Patienten, die mit ihrem Zahngold die Spendenaktion unterstützen.

Schon seit einigen Jahren sammeln die Vereinsmitglieder ehrenamtlich das Zahnmetall für karitative Zwecke. Unterschiedliche Einrichtungen in Dorsten haben schon davon profitiert. Doch ab sofort wird es nur noch einen Empfänger geben: den Hospiz-Freundeskreis e.V., der den Ambulanten Hospizdienst trägt.

Einwilligung geben

Damit sind der Freundeskreis-Vorsitzende Lambert Lütkenhorst, Schatzmeister Klaus Dornhöfer und Claudia Berg, hauptamtliche Koordinatiorin des Ambulanten Hospizdienstes, sehr einverstanden: "Wir sind auf Spenden dringend angewiesen", weist Lambert Lütkenhorst darauf hin, dass der Freundeskreis pro Jahr alleine 100.000 Euro an Spendengeldern für den Betrieb der palliativen "Spes Viva-Station" im St.-Elisabeth-Krankenhaus aufbringen müsse.

Bei dem Zahnarzt ihres Vertrauens können die Patienten ihre Zahngoldspende hinterlassen. Mit ihrer Unterschrift auf einem vorgefertigten Formular geben sie ihre Einwilligung zu ihrer persönlichen Spende. Einmal im Jahr werden die Boxen zur Scheideanstalt gebracht, die das Zahnmetall in seine Bestandteile - Gold, Platin, Palladium und andere Edelmetalle - zerlegt.

Während die Altgoldhändler lediglich den Goldanteil honorieren, berechnet die professionelle Scheideanstalt die eingereichten Spenden nach den tagesaktuellen Preisen aller Einzelanteile. So wird der Preis zu 100 Prozent ausgezahlt und bei gemeinnützigen Zwecken sogar die Scheidekostengebühr erstattet. "Wenn alte Zahnkronen nutzlos in der Nachttischschublade verstauben, helfen sie niemandem", meinen die Aktionsorganisatoren, "wenn das Zahnmetall aber einem guten Zweck gespendet wird, dann können sie vieles bewirken."

Diese Zahnärzte beteiligten sich 2016 an der Aktion: Swantje und David Engels, Thomas Holländer, Dorothea Langner, Robert Lau, Sina Lehman, Oliver Moritz, Christoph Tewes, Ulrich Twent, Mathias Wiechen. Um noch weitere Zahnärzte wie Patienten für die Spendenaktion zugunsten des Hospiz-Freundeskreises zu gewinnen, wird der VDZ im kommenden Jahr einen neuen Flyer und weitere werbetechnischen Maßnahmen auflegen.

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