Zarte Mädchenstimme bereicherte Männerkonzert

MGV 1948 Hervest

Knapp 400 Besucher, 36 Sänger, 39 Musiker des Jugendorchesters der Raesfelder Burgmusikanten nebst Chorleiter Michael Hartel, Orchesterdirigent Ulli Meyering, Pianistin Jolanthe Kovacs und Sopranistin Sophie Schwerthöffer fanden am Samstag beim Konzert des MGV 1948 Hervest-Dorsten ihren Platz in der Kreuzkirche.

20.12.2015, 14:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zarte Mädchenstimme bereicherte Männerkonzert

Die junge Dorstener Sopranistin Sophie Schwerthöffer bereicherte das Programm des MGV1948 mit ihrem Gesang.

Nach einem Eingangschoral, begleitet von einer Solo-Trompete aus den Reihen der Raesfelder, glänzten die Männer mit „All night, all day“ in einem Satz von Kunibert Koch. Schöner, sonorer Klangteppich der Bässe und Baritone, ein kompakter klarer Tenor führte die Melodie. „Öffnet Eure Herzen“ bitten die Herren in „Advent, Du stille Zeit“ von Willy Giesen, der fromme Wunsch wurde begleitet von der warmen Umarmung des Aufblühens der Töne. Festlich strahlten die Blech-und Holzbläser der jungen Raesfelder Burgmusikanten. Im hymnischen „Prelude“ aus dem Te Deum von Marc-Antonie Charpentier, auch bekannt als Fanfare der Eurovisions-Fernsehübertragungen, zeigten sie ein kraftvolles Spiel.

Dezent und präzise im „Concerto italiano“ von Kees Vlak, mit einem exzellenten Fagott-Solo von Karla Meyering, das die gute Jugendarbeit dieser Formation untermauerte.

Virtuoser Nachwuchs

Weiteren virtuosen Nachwuchs präsentierte der MGV 1948 mit der 16-jährigen Dorstener Sopranistin Sophie Schwerthöffer. Zart und rein besang sie das „Panis angelicus“ von Cesar Franck, engelsgleich, von unglaublicher Ausdruckskraft. „Ave Maria“ von Giulio Caccini hat nur zwei Worte, aber reichlich frühbarocke Koloraturen, die Schwerthöffer souverän meisterte.

Nach der Weihnachtsgeschichte des Männerchores im Arrangement von Lorenz Maierhofer, gespickt mit Songs und Spirituals aus diversen Herkunftsländern, trat Schwerthöffer gemeinsam mit dem MGV an. „Christrosenlied“ von Robert Stolz ist feinfühlig, die schöne helle Stimme des Mädchens zierte die kräftigen Akkorde der Männer wie eine leuchtende Christbaumspitze.

Zwei Stunden Musik

Nahezu zwei Stunden Musik schenkten die Aktiven ihrem Publikum, der musikalische Gesamtleiter Michael Hartel hatte ein rundes Programm zusammengestellt. Viel Applaus aus den Reihen der Zuhörer, die besinnlich mit den Worten des Abschlussliedes „Leise rieselt der Schnee“ nach Hause gehen konnten – freue Dich, das Christkind kommt bald. 

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