Zechkumpan mit brennenden Zigaretten gequält

Verhandlung am Amtsgericht

Nach einer durchzechten Nacht erwachte ein Dorstener mit Brandwunden an den Beinen - hervorgerufen von brennenden Zigaretten. Seit Mittwoch (25.6.) müssen sich ein 21- und ein 17-jähriger Hervester wegen gefährlicher Körperverletzung am Dorstener Jugendschöffengericht verantworten.

Hervest

, 25.06.2014, 16:43 Uhr / Lesedauer: 1 min

Beide Beschuldigten stritten in der Verhandlung vehement ab, am Tatort gewesen zu sein. Der 21-Jährige gab an, er habe den Abend mit seiner Freundin verbracht. „Da will mir jemand was anhängen“, sagte er und wollte gehört haben, dass ein anderes Bruderpaar sich damit brüstete, das Opfer malträtiert zu haben. Und der 17-Jährige sagte aus, er sei in jener Woche bettlägerig gewesen und habe sich von „seiner Mutter pflegen“ lassen. Die Eltern bestätigten: Ihr Sohn sei zu Hause gewesen. Die Mutter des Opfers konnte wenig Licht ins Dunkle bringen. Sie schilderte aber, wie langwierig die Brandverletzung ihres Sohnes gewesen sei: „Die Wunden haben sich vereitert, das hat Wochen gedauert, bis es ihm wieder besser ging.“

Der Geschädigte selbst erschien nicht im Gerichtssaal, er sitzt wegen seiner Drogensucht in der geschlossenen Abteilung der Hertener Psychiatrie. Er soll ebenso wie der Bruder des Angeklagten beim nächsten Verhandlungstermin gehört werden. Dass Letzterer freiwillig kommt, ist mehr als fraglich. „Der hat keine Wohnung, will auch nicht erreichbar sein“, so der 21-jährige Bruder.

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