Zehn Grill-Tipps von Sternekoch Björn Freitag

Rezept für eine Marinade

Sternekoch Björn Freitag ist ein Meister seines Fachs. Nicht nur in der Küche kennt er sich aus, sondern auch am Grill. Hier sind seine zehn goldenen Grill-Regeln - und ein Rezept für eine köstliche Steak-Marinade.

Dorsten

, 30.06.2014, 18:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

  • 1. Das oberste Gebot beim Grillen ist die Sicherheit, deshalb empfehle ich, nichts Flüssiges zum Anzünden der Holzkohle zu verwenden, sondern beispielsweise eine Heizspirale.
  • 2. Gefährlich ist es auch, während des Grillens mehrere Sachen gleichzeitig zu machen, zum Beispiel den Tisch zu decken oder eine Flasche Wein zu holen.
  • 3. Ein „No Go“ beim Grillen ist das Hantieren mit Flüssigkeiten. Das gilt auch für spektakuläre Ablöschaktionen mit Bier.
  • 4. Das Grillgut erst auf den Grill legen, wenn die Holzkohle oder Briketts weiß sind, sonst verbrennen Fleisch, Fisch und auch Gemüse.
  • 5. Das Fleisch nicht mit Marinade bestreichen, während es starker Hitze ausgesetzt ist. Es gilt: Die Marinade in der Ruhezone auftragen, sonst verbrennt sie. Das gilt übrigens auch für Kräuter, die am besten erst kurz vor dem Servieren über das Grillgut gestreut werden sollten.
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  • 6. Mein Tipp, wie Fleisch am besten gelingt ist: Ein Steak von fünf bis acht Zentimetern Dicke von jeder Seite zwei Minuten heiß anbraten und dann zehn Minuten in einer Ruhezone auf dem Grill oder daneben ruhen lassen.
  • 7. Beim Fisch grillt man am besten ganze Fische, dann ist die Gefahr des Austrocknens nicht so groß. Die Garzeit einer Forelle beispielsweise liegt bei 20 Minuten. Ich würde hier eine Grillschale empfehlen, genauso wie bei Gemüse. Auch hier gilt: Ganze Stücke grillen. Die Garzeit ist ähnlich wie bei Fischen.
  • 8. Kartoffeln wiederum können Hitze gut vertragen. Einfach in Alufolie einpacken und 40 bis 50 Minuten sehr heiß grillen.
  • 9. Ein Trend beim Grillen ist das langsame Grillen und das heißt, nur so viel auf den Grill legen, wie auch gegessen werden kann. Das fängt schon beim Einkauf an. Ein weiterer Trend geht weg vom Fleisch: Man sollte von Anfang an Alternativen zu Würstchen und Steak anbieten, zum Beispiel Garnelen und Gemüse, wie Fenchel, Paprika oder große Pilze.
  • 10. Wichtig ist auch, dass die Griller auf die Umwelt achten. Wenn man im Park grillt, zählt natürlich das Aufräumen dazu. Auf dem Balkon heißt es: Rücksicht nehmen auf die Nachbarn wegen der Rauchentwicklung.

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