Wulfener Markt: Eine Million Euro fließen noch nicht - das ist der Grund

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Die Zwangsversteigerung des Wulfener Marktes endete mit einer Sensation. Ein Investor bot eine Million Euro. Die hat die Stadt aber noch nicht. Das ist der Grund.

Dorsten, Wulfen-Barkenberg

, 06.11.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Am 25. Oktober fand die Zwangsversteigerung der Wohnhaus- und Ladenpassage am Wulfener Markt im Amtsgericht Dorsten statt. Die Investorin, die Firma BM Haus und Grundbesitz GmbH aus Heinsberg, bot eine Million Euro: eine Sensation für alle Dorstener.

Den Zuschlag hat das Unternehmen aus Heinsberg aber noch nicht bekommen: Die Entwicklungsgesellschaft Wulfen als Hauptgläubigerin im Zwangsversteigerungsverfahren bat die Rechtspflegerin um eine Vertagung, um mit dem Unternehmen ins Gespräch zu kommen.

Vor dem Verkündungstermin am Amtsgericht am heutigen Donnerstag erreichte uns am Dienstag folgende Nachricht aus dem Rathaus: „Mit dem Investor wurde besprochen, dass der Verkündungstermin am 7. November verschoben werden soll. Einen entsprechenden Antrag hat die Entwicklungsgesellschaft Wulfen (EW) als Grundstückseigentümerin heute beim Amtsgericht gestellt.“ Das teilte die Stadt auf Nachfrage der Dorstener Zeitung mit.

Stadt und Entwicklungsgesellschaft informieren sich

Stadtsprecher Ludger Böhne machte deutlich, dass sich Stadtverwaltung und Entwicklungsgesellschaft „derzeit informieren und mit dem Investor im Gespräch stehen“. Für eine Bewertung des potenziellen Investors zum derzeitigen Zeitpunkt sei es zu früh. So lautete die Antwort auf unsere Frage, wie die Stadt den potenziellen Investor für den Wulfener Markt einschätzt.

Augenscheinlich reichte Stadt und Investor die Frist zwischen Zwangsversteigerungstermin am 25. Oktober und Verkündungstermin am 7. November aber nicht, um handelseinig zu werden.

Stadt strebt städtebauliche Lösung an

Noch im Gerichtssaal hatte Dorstens Kämmerer Hubert Große-Ruiken, der auch Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Wulfen ist, in Richtung der Bieter gesagt, dass die Stadt klare Vorstellungen von der Entwicklung des Wulfener Marktes habe. „Wir wollen als Stadt eine städtebauliche Lösung am Wulfener Markt.“ Sie ist für den Abriss des Altbaus und einen Neuanfang. Der Vertreter aus Heinsberg hatte indes gesagt, dass die Wohnungen seiner Meinung nach saniert werden könnten.

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