Zwei Projekte für "Twins"

DORSTEN Zwei Projekt-Anträgen für das Städtepartnerschafts-Vorhaben "Twins" der Kulturhauptstadt Ruhr 2010 hat der Freundeskreis Rybnik bei der Stadt Dorsten eingereicht.

von Von Michael Klein

, 14.01.2008, 15:11 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zum einen möchte der Verein, wie bei der jüngsten Kulturkonferenz angekündigt, im Kulturhauptstadtjahr einwöchige "Rybniker Kulturtage" veranstalten, zum anderen die vielfältigen Beziehungen zwischen Schlesien und Westfalen anhand von ausgewählten Lebensläufen aufarbeiten.

Vereinsvorsitzender Dr. Hans-Joachim Thelen hofft, dass sich die Stadtspitze bei den Entscheidungsträgern in Essen für die Projekte des Freundeskreises "besonders einsetzt". Immerhin hätten diese "engere Bezüge zur Städtepartnerschaft" als einige der bereits in Rennen geschickten Ideen-Vorschläge.

Ruhr-Region kennenlernen

 Während der Rybniker Kulturtage sollen Künstler aus der polnischen Partnerstadt die Gelegenheit haben, sich in der Lippestadt zu präsentieren und gleichzeitig die Ruhr-Region kennen lernen. Eine Arbeitsgruppe soll die Künstler auswählen und die Organisation übernehmen. Höhepunkt soll ein großer Abschlussabend für Dorstener und Rybniker Gäste sein, zu dem auch Prominente und Künstler aus Dorsten eingeladen werden sollen.

Dr. Hans-Joachim Thelen schlägt vor, während der Kulturtage im Alten Rathaus oder in einem anderen zentralen Gebäude ein "Rybniker Kulturhaus" zu installieren, in dem regionaltypische Dinge verkauft werden. "Das Projekt ist geeignet, partnerschaftliche Verbundenheit auf europäischer Ebene deutlich zu machen."

Verbundenheit seit Generationen

 Verbundenheit und persönliche Beziehungen zwischen den Städten und Menschen des Ruhrgebiets und der Industrieregion Schlesien gibt es nach Angaben des Freundeskreises seit Generationen. Anhand von Lebensläufen will der Verein die historischen Kontakte nachzeichnen - in Zusammenarbeit mit Gymnasien, Museen sowie Heimat- und Geschichtsvereinen aus Dorsten und Rybnik.

Das Ergebnis der Arbeiten soll als Broschüre herausgegeben werden, mögliche Bilder und Dokumente sollen in einer Ausstellung gezeigt werden. Gedacht wird auch an eine theatralische Umsetzung des Themas: Dorstener Schüler sollen während der Kulturtage Szenen aus dem Leben der ausgewählten Personen auf der Bühne darstellen.

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