Ein 61-jähriger Dorstener ist am Landgericht Essen zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden. © Werner von Braunschweig
Landgericht Essen

Zwölfjährige missbraucht: Dorstener (61) muss für Jahre ins Gefängnis

Ein Mann (61) aus Dorsten vergeht sich mehrfach sexuell an einem anfangs zwölf Jahre alten Mädchen. Abstruse Behauptungen bewahren ihn vor Gericht nicht vor einer empfindlichen Strafe.

Nach vier massiven Sexübergriffen auf ein entfernt verwandtes Mädchen ist ein Mann (61) aus Dorsten am Essener Landgericht zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der Angeklagte hatte zwar Geschlechtsverkehr mit dem Kind zugegeben, dabei aber behauptet, die Initiative sei von der Zwölfjährigen ausgegangen. Vor Gericht blitzte er mit dieser scheinbaren Ausrede ab – rein rechtlich spielte sie ohnehin nicht die geringste Rolle.

Übergriffe passierten in einem Mietshaus in der Innenstadt

Die Übergriffe passierten zwischen dem 27. März und Mitte Juni in einem Mietshaus in der Innenstadt. Der erste Vorfall am Rande eines Übernachtungsbesuches auf der Wohnzimmercouch, später verging sich der 61-Jährige laut Urteil auch im Keller und sogar im ehelichen Schlafzimmer an dem Mädchen Bei drei von vier Taten hatte der Angeklagte zwar selbst zugegeben, dass es bei dem Übergriff zum Geschlechtsverkehr gekommen sei. Vor Gericht hatte der 61-Jährige aber vor allem Wert darauf gelegt, dass es keine Vergewaltigungen gewesen seien.

Mit dem Urteil bescheinigte die Essener Jugendschutzkammer dem Dorstener am Ende aber genau das Gegenteil: Denn es lautet auf sexuellen Missbrauch von Kindern und Vergewaltigung in vier Fällen sowie Freiheitsberaubung. Das heute 13 Jahre alte Mädchen war im Prozess als Nebenklägerin aufgetreten und hatte die Vorwürfe in nicht-öffentlicher Verhandlung bestätigt.

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