Das Freibad Stockheide (unten links) am Rande des Hoeschparks will die CDU durch einen Hallenbad-Neubau ergänzen. © Hans Blossey
Freibad Stockheide

CDU-Vorschlag für Hallenbad am Hoeschpark stößt auf Skepsis

Die Petition für den Erhalt des Freibads Stockheide ist beendet. Die CDU schlägt derweil einen Hallenbad-Neubau in Kombination mit dem Freibad vor. Doch der Vorschlag stößt auf Skepsis.

Die CDU-Ratsfraktion macht sich für einen Hallenbad-Neubau in der Nordstadt stark, der das sanierungsbedürftige Nordbad ersetzen soll. Entstehen soll das Hallenbad in Kombination mit dem Freibad Stockheide am Rande des Hoeschparks. Unter dieser Voraussetzung will die CDU die dringend nötige Sanierung des Freibads unterstützen.

Eingebracht wurde der CDU-Vorschlag in der vergangenen Woche auch in den Workshop zur Vorbereitung eines städtischen Bäderkonzepts, das im Herbst verabschiedet werden soll. Erst damit sollen nach dem Willen von SPD und CDU auch Aussagen zur Sanierung des Freibads Stockheide getroffen werden, für das sich Bürger vor Ort vehement einsetzen.

Online-Petition abgeschlossen

Für Franz-Josef Ingenmey, der als Vorsitzender des Freundeskreises Hoeschpark auch die Initiativen für den Erhalt des Freibads vertritt, ist der CDU-Vorstoß „etwas überraschend“. Für ihn steht auf jeden Fall der Kampf für den Erhalt des denkmalgeschützten Freibads Stockheide im Mittelpunkt. Und dafür gibt es breite Rückendeckung. Bei einer im Januar gestarteten und am Sonntag ausgelaufenen Online-Petition für den Erhalt kamen 1674 Unterstützungsunterschriften zusammen.

Politische Unterstützung kam zuletzt auch von Grünen und Linken, die sich für eine vorzeitige Entscheidung für eine Sanierung unabhängig vom Bäderkonzept stark machen. Bei den Grünen hält man den CDU-Vorschlag für „gut gemeint, aber wenig zielführend“. Die beiden Sanierungsmaßnahmen müssten getrennt voneinander gesehen werden.

„Beim Nordbad muss zuerst geprüft werden, ob eine Sanierung am gleichen Standort oder ein Neubau woanders sinnvoller ist. Aber auch ein neues Hallenbad muss zentral liegen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln auch in den Abendstunden gut erreichbar sein“, erklärt Katrin Lögering als Grünen-Vertreterin im Sportausschuss des Rats „Ein Grüne-Wiese-Hallenbad, das nur mit dem Auto erreichbar ist, schließt viele Kinder und Jugendliche, ältere Menschen, aber auch sozial Benachteiligte aus.“

Scharfe Kritik der SPD

Ganz neu ist der Vorschlag indes nicht. Auch Vertreter der Stadt hatten in der Bezirksvertretung schon Überlegungen für einen Hallenbad-Neubau angedeutet.

Scharfe Kritik am Vorstoß der CDU kommt von der SPD im Rat. Die CDU-Fraktion ignoriere damit die Beschlüsse des Rats, die sie selbst mitgetragen habe, erklärt der sportpolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion Torsten Heymann.

Die SPD-Fraktion habe „eine klare Präferenz für eine Freibadnutzung am Standort Stockheide“. „Aber wir haben mehrfach verabredet, Entscheidungen zu Bäderstandorten gemeinsam mit den Akteuren des Wassersports und der Öffentlichkeit zu erarbeiten“, so Heymann.

Der SPD-Ratsvertreter hat außerdem große Zweifel, eine Kombination aus Frei- und Hallenbad am Standort Stockheide umzusetzen. Das Freibad stehe unter Denkmalschutz und für eine bauliche Erweiterung gebe es keinen Spielraum, erklärt Heymann.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
Zur Autorenseite
Oliver Volmerich

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.