Der grüne Bundestagskandidat und Abgeordnete Markus Kurth, hier mit der zweiten grünen Direktkandidatin Prof. Anke Weber, konnte sich über seine persönlichen Wahlergebnisse und die seiner Partei im Stadtbezirk Innenstadt-West freuen. © Felix Guth
Bundestagswahl

Das grüne Herz der roten Stadt: Die Grünen gewinnen die Innenstadt-West für sich

Die westliche Innenstadt war auch bei der Bundestagswahl die Hochburg der Grünen in Dortmund. Allerdings gibt es Unterschiede unter den Wahllokalen sowie bei den Erst- und Zweitstimmen.

Die Grünen sind bei der Bundestagswahl 2021 die Wahlsieger in der westlichen Dortmunder Innenstadt. Sie holten 30,75 Prozent der Zweitstimmen und färbten damit einen Stadtbezirk auf der sonst roten Dortmunder Landkarte grün.

Bei den Erststimmen allerdings sieht das Bild schon wieder anders aus. Der SPD-Direktkandidat Jens Peick entschied den Stadtbezirk für sich mit 27,69 Prozent der Stimmen vor seinem grünen Konkurrenten Markus Kurth (24,86 Prozent).

Es gibt nicht nur einen Unterschied zwischen den Erst- und Zweitstimmen, sondern auch bei den einzelnen Wahllokalen des Stadtbezirks liegen mal die Grünen, und liegt mal die SPD vorn. Von insgesamt 36 Wahllokalen (Briefwahl ausgenommen) holten die Grünen 21 – und das vor allem im Kreuz- und Klinikviertel. Dagegen hat die SPD in Dorstfeld stark abgeschnitten.

In Dorstfeld hatten es die Grünen schwerer

Ihre besten Ergebnisse erzielten die Grünen im Wahllokal Peter-Vischer-Grundschule, Schillingstraße (Wahlbezirk 9105) mit 42,50 Prozent, gefolgt vom Wahllokal Petri-Grundschule, Beurhausstraße (Wahlbezirk 9107) mit 40,31 Prozent. Auch der grüne Direktkandidat Markus Kurth holte dort 33,41 Prozent beziehungsweise 32,41.

Am schlechtesten schnitten die Grünen in Dorstfeld ab. Im Wahllokal Martin-Luther-Gesamtschule, Fine Frau, (Wahlbezirk 10107) stimmten gerade mal 8,39 Prozent für die Öko-Partei und nur 5,71 Prozent für ihren Kandidaten Kurth.

Dort war die SPD umso stärker. Sie holte 42,40 Prozent der Zweitstimmen, SPD-Kandidat Jens Peick sogar 42,47 Prozent der Erststimmen. Noch größer war sein Erfolg im selben Wahllokal, aber für den Wahlbezirk (10106) – mit 43,30 sein bestes Ergebnis in der westlichen Innenstadt. Nur noch in der Kita Friedrich-Henkel-Weg (Wahlbezirk 10104) kam Peick über 40 Prozent (40,12).

Mit Sicherheit hat Marco Bülow – seit 2002 Bundestagskandidat und -abgeordneter auf dem SPD-Ticket, ab 2018 parteilos und seit November 2020 für die „Die Partei“ im Bundestag – Peick einige Prozente abgenommen. Dort wo Peick meist eher schwach war, war Bülow stark.

Die CDU sammelte meist zwischen 10 und 16 Prozent der Stimmen ein, erzielte ihr bestes Ergebnis in der westlichen Innenstadt mit 24,79 Prozent im Wahllokal Gartenanlage Ardeyblick, Im Rabenloh (Wahlbezirk 29190) und ihr schlechtestes mit nur 5,54 Prozent im Wahllokal Petri-Grundschule (Wahlbezirk 9107).

AfD zwischen 2 und 12 Prozent

Die FDP mäandert im Stadtbezirk zwischen 4,5 und knapp 14 Prozent. Ähnlich Die Linke, die im Wahlbezirk Haus der Vielfalt, Beuthstraße (Wahlbezirke 8111 und 10102), mit fast 15 Prozent ihre besten Ergebnisse eingefahren hat, und den Tiefpunkt mit 2,72 Prozent im Wahllokal Martin-Luther-Gesamtschule (Wahlbezirk 10107) erreichte.

Auch die AfD konnte im Stadtbezirk Innenstadt-West keinen Blumentopf gewinnen. Am besten schnitt sie noch im Dorstfelder Wahllokal Kita Friedrich-Henkelweg (Wahlbezirk 9111) mit 12,17 Prozent ab, im Wahllokal Petri-Grundschule (Wahlbezirk 9107) erlangte sie nur 2,15 Prozent.

Über die Autorin
Redaktion Dortmund
Stellvertretende Leiterin der Dortmunder Stadtredaktion - Seit April 1983 Redakteurin in der Dortmunder Stadtredaktion der Ruhr Nachrichten. Dort zuständig unter anderem für Kommunalpolitik. 1981 Magisterabschluss an der Universität Bochum (Anglistik, Amerikanistik, Romanistik).
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Gaby Kolle

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