Das Restaurant von Sabit Gevher (41) musste wegen des Wasserrohrbruchs zwangsweise schließen. © Robin Albers
Rohr geplatzt

Das Wasser stand bis ins Erdgeschoss – 13 Häuser ohne Wasser und Strom

In der Nordstadt kam es zu einem verheerenden Wasserrohrbruch, zahlreiche Häuser waren betroffen. Auch ein noch junges Restaurant war darunter – und es ist nicht die erste Krise.

Plötzlich gab es einen großen Knall, und ein Autoalarm heulte durch das Viertel. Und dann lief das Wasser auch schon. So schildert es ein Anwohner aufgeregt am Telefon. Was war passiert?

Am Donnerstagmorgen (18.2.) ist eine Wasserrohrleitung in der Lortzingstraße am Nordmarkt geplatzt. Die Kellerräume von zwei Häusern standen unter Wasser. 13 Häuser in der Nachbarschaft waren erst mal ohne fließend Wasser, bis zum Vormittag sogar ohne Strom. Ein Haus traf es besonders schlimm.

Keller voller Matsch

Und zwar das Gebäude, in dem sich das türkische Restaurant „K. Maras Grill“ von Sabit Gevher befindet. Die Leitung platzte fast direkt vor dem Eingang des Grills. In dem Gebäude, in dem sich das Restaurant des 41-Jährigen befindet, stand so viel Wasser im Keller, dass es schon im Erdgeschoss ankam. Gas, Heizung und Strom mussten abgestellt werden.

In dem Eingang zum Keller von Gevher stand das Wasser bis zum Erdgeschoss. © Robin Albers © Robin Albers

Als Gevher bei seinem Restaurant ankam, war die Feuerwehr schon vor Ort und pumpte das Wasser ab. Der Keller sei aber immer noch „voller Matsch“ und Wasser, „hier muss jetzt erstmal eine Spezialfirma herkommen und den Keller trocken legen, bevor man weitermachen und alles wieder anschalten kann“, habe man ihm gesagt, berichtet der Inhaber im Gespräch mit unserer Redaktion.

Wie groß der Schaden ist, kann Gevher am Mittag noch nicht sagen. „Der Sicherungskasten für meinen Laden ist auf jeden Fall schon mal kaputt“, sagt er. Wie es mit der Heizung und dem Gas-Anschluss aussieht, wisse er noch nicht. Dafür müssten noch Techniker vorbeikommen.

Restaurant bleibt erstmal dicht

Deshalb sind Grill und Öfen im K. Maras Grill erstmal aus. Wann Sabit Gevher wieder den Betrieb aufnehmen kann, weiß er nicht. „Hoffentlich bald, aber ich kann nur abwarten“, gesteht er ein.

Die Feuerwehr musste die Kellerräume an der Lortzingstraße auspumpen. © Robin Albers © Robin Albers

Der Wasserschaden ist ein weiteres Kapitel einer bislang noch nicht so schönen Firmengeschichte: Das Vater-Sohn-Gespann hat das Restaurant erst im September 2020 eröffnet, also mitten in der Corona-Pandemie. Seit dem zweiten Lockdown können sie nur Essen liefern. Kurz vor dem Wasserschaden gab es noch den großen Wintereinbruch, bei dem Schnee und Eis das Liefergeschäft bereits lahmlegten.

Immerhin: In dem Kellerraum, der zum Restaurant des 41-Jährigen gehört, waren keine Lebensmittel oder wertvolle Dinge gelagert, „nur ein paar Ersatzteile für unsere Geräte“. Das sehe bei seinen Nachbarn deutlich anders aus. Er selbst und sein Sohn wohnen nicht in dem Haus.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
1990 im Emsland geboren und dort aufgewachsen. Zum Studium nach Dortmund gezogen. Seit 2019 bei den Ruhr Nachrichten. Findet gerade in Zeiten von Fake News intensiv recherchierten Journalismus wichtig. Schreibt am liebsten über Soziales, Politik, Musik, Menschen und ihre Geschichten.
Zur Autorenseite
Robin Albers

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.