Ende März wurde die Suppen-Fabrik an der Kaiserstraße geschlossen. Bald soll es hier unter neuem Namen wieder weitergehen. © (A) Christian Gerstenberger
Gastronomie

Erst kam die Corona-Insolvenz – jetzt startet die Suppen-Fabrik neu

Töpfe und Teller werden wieder eingeräumt, das Ladenlokal wieder hübsch gemacht. Die Suppen-Fabrik an der Kaiserstraße startet neu - mit mehreren Änderungen.

Die Suppen-Fabrik war im April quasi das erste prominente Corona-Opfer in Dortmund. Jetzt wagt der ehemalige Inhaber Martin Strauch gemeinsam mit seinem Bruder Christoph und einem Teil des früheren Teams einen Neustart.

Im ehemaligen Lokal an der Kaiserstraße 43 wird bereits seit einigen Tagen renoviert. Und Martin Strauch ist in Aufbruchstimmung. „Ich stelle fest, dass einige Gastronomien wieder gut besucht sind und denke, dass sich nach den Sommerferien das Leben weiter normalisieren wird, der Schulbetrieb normal stattfindet und weniger Menschen im Homeoffice arbeiten werden“, sagt der Geschäftsmann.

Im aufgehübschten Gewand, mit neuem Markennamen und einigen zusätzlichen Angeboten will Martin Strauch Anfang September wieder starten. „Wir haben so viel Zuspruch in der Stadt erfahren und sind auch Lokalpatrioten, sodass wir sagen: Wir lassen uns von Corona nicht unterkriegen“, so Strauch.

Künftig auch Salate und Säfte

Er bedauert, dass „wir leider nur einen Standort retten“ können. Vor der Anfang April angemeldeten Insolvenz gab es sechs Filialen der Suppen-Fabrik: in Dortmund an der Kaiserstraße und an der Saarlandstraße, zwei weitere in Essen sowie jeweils eine in Bochum und Münster.

„Jetzt konzentrieren wir uns ganz auf das Ladenlokal an der Kaiserstraße und möchten diesen Standort umso intensiver nutzen“, sagt Martin Strauch. Das Sortiment soll erweitert werden. Neben den altbewährten Suppen und Eintöpfen sollen den Gästen künftig auch gesunde und leckere Salate sowie Bowls und frisch gepresste Säfte angeboten werden.

Vor der Corona-Krise hatte die Suppen-Fabrik damit gepunktet, dass sie Speisen aus frischen Zutaten ohne künstliche Zusatzstoffe sowie auch immer vegetarische und vegane Gerichte anbot. Das soll so bleiben, nur der Name wird sich ändern. „Wir werden mit neuem Logo und neuem Namen an den Start gehen. Den Namen kann ich allerdings noch nicht verraten“, so Martin Strauch.

Konzentration auch auf das Außer-Haus-Geschäft

Stärker als vorher will er das Außer-Haus-Geschäft entwickeln. „Wir wollen alle Speisen auch zum Mitnehmen anbieten und auch mit dem Pedelec zu den Kunden bringen“, sagt Strauch.

Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Pascal Dürr hatte er 2010 die Suppen-Fabrik gegründet. Das Unternehmen wurde ständig ausgebaut, es wurde in neue Standorte investiert. Als der Betrieb wegen der Corona-Pandemie komplett geschlossen werden musste, war die Kapitaldecke zu dünn. „Ohne Gäste und aufgrund der damit natürlich fehlenden Umsätze sind wir nicht mehr in der Lage, alle Verbindlichkeiten zu bedienen“, sagten die „Suppen-Fabrikanten“ im März und zogen umgehend die Notbremse.

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Redaktion Dortmund
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Peter Wulle

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