Links vorher, rechts nachher: Dieses Haus an der Flensburger Straße ist nach der Neugestaltung kaum wiederzuerkennen. (Montage Kindel) © Daniel Sadrowski
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Erstaunlich: Vorher-Nachher-Fotos zeigen, wie die Nordstadt schöner wird

Die Nordstadt wird aufgehübscht. An vielen Stellen strahlen Häuser-Fassaden in neuem Glanz. Der Vorher-Nachher-Effekt ist bei einigen Gebäuden wirklich erstaunlich, wie diese Fotostrecke zeigt.

Die Nordstadt verändert sich. Irgendwie tut sie das wahrscheinlich sogar schon immer. Jetzt hat es aber innerhalb weniger Monate an zahlreichen Straßen ganz offensichtliche Veränderungen gegeben. Es tut sich etwas, damit die Nordstadt schöner wird.

Die nördliche Innenstadt wird häufig als Dortmunds Stadtbezirk des Ankommens beschrieben. Menschen, die neu in die Stadt ziehen, egal woher und warum, landen wegen der geringen Mietpreise häufig in der Nordstadt. Studenten genau wie Kriegs-Flüchtlinge.

Viele derer, die es sich leisten können, ziehen aber auch von hier fort. „Wir wollen auch ein Stadtbezirk des Bleibens sein“, sagte kürzlich etwa die SPD-Politikerin Brigitte Jülich zu den Zielen der neu gewählten Bezirksvertretung.

Ein Baustein dafür ist das sogenannte Hof- und Fassadenprogramm der Stadtverwaltung, das bereits seit einigen Jahren läuft. Hausbesitzer, die ihr Gebäude aufhübschen möchten, können bis zu 50 Prozent der Kosten dafür von der Stadt Dortmund bezahlt bekommen. Und an 80 Stellen ist das in der Nordstadt bereits passiert.

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Renovierungen in der Nordstadt

Zu den prominentesten Projektbeiträgen zählt das Eckhaus Treibstraße / Sunderweg, an dem viele Menschen vorbeikommen, die von der City aus über den Hafen in Richtung Autobahn fahren wollen.

Solche Beispiele gibt es viele: Wo bis vor kurzer Zeit noch schnell dahingesprühte Graffiti auf dreckiger brauner Wand zu sehen waren, jubeln jetzt etwa Kevin Großkreutz und sein BVB-Kumpel Dede an der Flensburger Straße.

Auch das prominente Eckhaus Münsterstraße / Immermannstraße, am Klinikum Nord, zeigt sich neuerdings in bunten Hafen-Motiven – allerdings nicht mit dem städtischen Förderprogramm realisiert, weil dort umfangreichere Arbeiten nötig waren.

An der Ecke Münsterstraße / Immermannstraße ist ein neues Riesen-Wandbild zu sehen.
An der Ecke Münsterstraße / Immermannstraße ist ein neues Riesen-Wandbild zu sehen. © Kevin Kindel © Kevin Kindel

Doch es gibt nicht nur diese auffälligen Farbtupfer: Die Mehrheit der geförderten Häuser hat schlichte ein- oder zweifarbige Anstriche bekommen, die die teils sehr schönen Fassaden-Elemente, die vorher von Dreck bedeckt waren, erst zur Geltung bringen.

Erneuerung führt zu höheren Preisen

Alexander Sbosny ist beim Quartiersmanagement Nordstadt für Immobilien zuständig. Zum Zustand des Stadtbezirks sagt er: „Etwa jedes zehnte bis elfte Haus der Nordstadt ist in den letzten fünf Jahren neu gestaltet worden.“ Das sei nicht überall gleichermaßen auffällig, aber: „Es ist grundsätzlich festzuhalten, dass die Eigentümer nicht scheuen, Geld zu investieren.“

Sicherlich sei noch viel zu tun, doch die Nordstadt sei auf einem guten Weg. Das zeige sich in gestiegenen Mietpreisen – die natürlich nicht für alle Menschen gut sind – und auch in Kaufpreisen. Sbosny sagt: „Ich war bei Zwangsversteigerungen, bei denen Häuser für das 20- oder 25-Fache ihres Wertes versteigert wurden.“

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Kevin Kindel, geboren 1991 in Dortmund, seit 2009 als Journalist tätig, hat in Bremen und in Schweden Journalistik und Kommunikation studiert.
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Kevin Kindel

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