Brand in der Nordstadt

Giftiger Rauch im Treppenhaus: Feuerwehr Dortmund rettet 15 Hausbewohner

Giftiger Rauch im Hausflur, 15 Menschen in Wohnungen gefangen: Stundenlang war die Feuerwehr Dortmund in der Nacht zu Donnerstag im Einsatz. Eine Familie mit zwei Kindern musste ins Krankenhaus.
Zwei Drehleitern musste die Feuerwehr Dortmund bei dem Brand in der Zimmerstraße parallel einsetzen, um alle Hausbewohner in Sicherheit bringen zu können. © Feuerwehr Dortmund

Gegen kurz vor 1 Uhr musste die Feuerwehr Dortmund in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (20.5.) in die Nordstadt ausrücken: In der Zimmerstraße war ein Brand ausgebrochen. 15 Menschen waren in ihren Wohnungen gefangen.

„Der Brand war im Keller ausgebrochen, durch den Kamineffekt zog der Brandrauch durch den ganzen Hausflur bis ins Dach“, sagte Feuerwehrsprecher André Lüddecke. So war der Fluchtweg für die 15 Bewohner des mehrstöckigen Hauses stark eingeschränkt.

Menschen über Drehleiter gerettet

Mit sogenannten Fluchthauben, unter denen man vor dem giftigen Rauch geschützt ist und sicher atmen kann, führten die Einsatzkräfte einen Teil der Menschen nach draußen. Einige riefen auch an den Fenstern um Hilfe, sie wurden über zwei Drehleitern gerettet.

Eine Familie mit zwei Kindern musste mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden.

Für die Geretteten stand vor dem Haus der Betreuungsbus der Feuerwehr bereit, hier konnten sie in Sicherheit warten.

Wohnungen zunächst unbewohnbar

Mit mehreren Atemschutztrupps rückten die Einsatzkräfte gegen das Feuer vor: In einem Kellerraum brannte Mobiliar. Als das Feuer gelöscht war, konnten die Bewohner trotzdem nicht in ihre Wohnungen zurück.

Denn nach dem insgesamt vierstündigen Einsatz war das Mehrfamilienhaus zunächst nicht mehr bewohnbar. Elf Mieter seien vom Sozialdienst der Stadt in für solche Fälle zur Verfügung stehende Wohnungen gebracht worden, so der Feuerwehrsprecher.

Während des Einsatzes musste die Feuerwehr das Haus von der Strom- und Gasversorgung trennen, da die Leitungen durch den Brand beschädigt wurden. Zudem ist das Haus stark verrußt, im gesamten Treppenhaus gibt es außerdem noch Rückstände des giftigen Brandrauchs, sagte der Sprecher.

„Wann die Wohnungen wieder bewohnbar sind, ist noch offen“, so André Lüddecke.

Über 30 Feuerwehrleute im Einsatz

An dem Einsatz waren insgesamt 32 Einsatzkräfte der Feuerwachen 1 (Mitte) und 2 (Nord), die Freiwillige Feuerwehr Deusen und drei Rettungswagen sowie ein Notarzt beteiligt.

Die Ursache für das Feuer ist noch unklar. Die Ermittlungen hat die Kriminalpolizei übernommen.

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