In diesem Gebäude befindet sich ein Apartment-Hotel, in dem die Polizei eine Party auflösen musste. © Felix Guth
Beherbergungsverbot

Illegale Party im Apartment-Hotel wirft Fragen auf

Nach der illegalen Feier in einem Dortmunder Hotel in der Nacht zu Sonntag bleiben einige Fragen offen. Denn es ist ein ungewöhnlicher Vorfall an einem ungewöhnlichen Ort mitten in der Stadt.

An einer der meistbefahrenen Straßen der Dortmunder Innenstadt liegt „The better Hotel“, übersetzt „Das bessere Hotel“. An der Adresse Südwall 17 vermietet das Unternehmen Limehome unter diesem Titel Apartments in den Kategorien „Junior“ bis „Superior“.

In einem dieser Apartments feierten in der Nacht zu Sonntag neun Personen eine ausschweifende Party. Als gegen 2.15 Uhr die Polizei eintraf, um die Feier aufzulösen, leistete der 30-jährige Mieter des Zimmers Widerstand. Die Polizisten drohten den Einsatz eines Tasers an.

Hotel-Betreiber äußert sich bisher nicht zum Vorfall

Die Eingangstür des Gebäudes ist beschädigt. Es ist unklar, ob das mit dem Polizeieinsatz zusammenhängt.

Limehome hat seinen Sitz in München und betreibt Apartment-Hotels in zahlreichen deutschen Städten sowie in Spanien und Dänemark. Eine Anfrage dieser Redaktion an Limehome auf mehreren Kanälen blieb am bis zum Redaktionsschluss dieses Textes (Dienstag, 23.2., 18 Uhr) unbeantwortet.

Fest steht: Die Teilnehmer der Feier haben gegen die Corona-Schutzverordnung verstoßen und müssen Bußgelder zahlen. Größeres finanzielles Unheil droht allerdings dem Betreiber des Apartment-Hotels.

Apartment-Vermieter drohen bis zu 5000 Euro Bußgeld

Bis mindestens zum 7. März sind touristische Übernachtungen in Nordrhein-Westfalen weiterhin untersagt. Lediglich Geschäftsreisen sind erlaubt.

Die Stadt Dortmund kündigt an, mit dem Betreiber Kontakt aufzunehmen. Verstöße gegen das Beherbergungsverbot der Corona-Schutzverordnung werden laut der Stadt Dortmund als Ordnungswidrigkeiten geahndet.

Die „Regelgeldbuße“ für solche Verstöße beträgt 5000 Euro.

Das komplette Limehome-Hotelgeschäft wird digital organisiert. Eine Rezeption gibt es nicht. Am Eingang zum Gebäude am Südwall gibt es eine Schlüsselbox, die mit einem Zahlencode geöffnet wird.

Die eingerichteten Apartments machen den Hauptteil dieses Wohn- und Geschäftshauses gegenüber des Stadtgartens aus. Im Erdgeschoss gibt es zwei Flächen, eine ist noch frei, in die andere wird bald eine Arztpraxis ziehen.

Ordnungsamt sind bisher keine weiteren Verstöße bekannt

Weitere Verstöße gegen das Beherbergungsverbot sind laut Stadtsprecher Maximilian Löchter nicht bekannt. „Mit Kontrollen muss jederzeit gerechnet werden“, sagt er.

Hotels sind nach aktueller Verordnungslage in NRW nicht verpflichtet, nachzuweisen, ob Übernachtungen einen geschäftlichen Zweck haben. Mit welchem offiziellen Zweck das Apartment, in dem die Feier stattfand, angemietet worden ist, war am Dienstag nicht herauszufinden.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Seit 2010 Redakteur in Dortmund, davor im Sport- und Nachrichtengeschäft im gesamten Ruhrgebiet aktiv, Studienabschluss an der Ruhr-Universität Bochum. Ohne Ressortgrenzen immer auf der Suche nach den großen und kleinen Dingen, die Dortmund zu der Stadt machen, die sie ist.
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Felix Guth

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