Die Erstkommunion feiern die Gemeinden in Dortmund dieses Jahr anders. Auch in St. Bonifatius hat man sich für ein neues Konzept entschieden. © Privat
Kirchliche Feiern

Kommunion und Konfirmation: Können Dortmunds Kirchen dieses Jahr feiern?

Kommunion, Firmung und Konfirmation – die Kirchen in Dortmund stehen im zweiten Pandemiejahr wieder vor der Frage, wie und ob sie die Feste überhaupt feiern können. Wir haben in der Innenstadt nachgefragt.

Der Sonntag nach Ostern, der sogenannte Weiße Sonntag, wäre eigentlich der Tag gewesen, an dem die Kinder der Gemeinden des Pastoralen Raums Dortmund-Mitte ihr erstes Abendmahl, die heilige Kommunion, empfangen hätten.

Doch die insgesamt neun Gemeinden haben sich dagegen entschieden.

„Die Feiern werden nach den Sommerferien, in Richtung September stattfinden“, sagt Gemeindereferent Thomas Kemper, der für die Gemeinden Heilig Kreuz, Heilig Geist, St. Suitbert und die Propsteigemeinde spricht.

Wie die Bedingungen konkret aussehen werden, stehe noch nicht fest. Das hänge von den Örtlichkeiten und der Menge der Kommunionskinder ab. Dieses Jahr sei es so, dass ein Team gemeinschaftlich für alle neun Kirchengemeinden in Dortmund-Mitte plant.

Zwei Varianten seien denkbar: Entweder mehrere Feiern an aufeinanderfolgenden Sonntagen mit einzelnen Kommunionskindern und dafür mehreren Gästen je Kind oder mehr Kinder, die am selben Tag die Kommunion empfangen, wo dann aber weniger Gäste je Kind kommen dürfen. „Wir versuchen, das dialogisch mit den Eltern abzustimmen“, sagt Thomas Kemper.

Insgesamt planen die Kirchen aber mit weniger Kindern. „Einige haben vergangenen Jahr wegen Corona schon ausgesetzt, manche hoffen jetzt auf 2022.“

In den vier Gemeinden, wo Kemper zuständig ist, feiern dieses Jahr nur zehn statt 20 Kinder die Kommunion.

Gemeindereferentin Nicole Schulz erklärt, dass der Pastorale Raum für die neun Innenstadtgemeinden eine Internetplattform eingerichtet hat, „in welcher religionspädagogische Videos und themenbezogenes Material zur Vorbereitung den Familien zur Verfügung steht.“

Die 17 Kommunionskinder der Gemeinde St. Franziskus und die 36 Kinder der Gemeinde St. Bonifatius haben in Kleingruppen per Videokonferenzen an „Gruppenstunden“ teilgenommen, damit sich die Kinder untereinander kennenlernen können.

In diesen Kleingruppen, die zwischen fünf und sieben Kinder umfassen, werden sie dann auch ihr erstes Abendmahl empfangen, natürlich unter den dann geltenden Hygieneauflagen.

Firmung wird es nicht geben

Firmungen wird es im Pastoralen Raum Dortmund-Mitte in diesem Jahr übrigens nicht geben. Da wegen Corona auch keine Firmfahrt stattfinden könne und die Altersspanne unter den Firmlingen ohnehin größer sei als bei der Kommunion, habe man sich entschlossen, keine Firmvorbereitung anzubieten, sodass es auch keine Firmungen geben wird.

Weihbischof Dr. Dominicus Meier vom Erzbistum Paderborn kam am 24. und 25. April 2021 nach Dortmund, um 61 Jugendlichen das heilige Sakrament der Firmung zu spenden. © Besim Mazhiqi © Besim Mazhiqi

Im Pastoralen Raum Dortmund-Nordwest und im Pastoralverbund Eving-Brechten spendete Weihbischof Dr. Dominicus Meier am vergangenen Wochenende (24. und 25.4.) insgesamt 61 Jugendlichen das Sakrament der Firmung.

Außer im Pastoralen Raum „Am Revierpark“ werden auch in den sieben anderen Pastoralen Räumen Dortmunds in diesem Jahr Firmungen stattfinden. Am 14. Mai findet die Firmung in der Nordstadt, der Pfarrei Heilige Dreikönige statt.

Hoffen auf den Sommer auch bei der Konfirmation der Protestanten

Bei den Protestanten sieht es ähnlich aus. Auch sie wissen nicht, was dieses Jahr überhaupt möglich sein wird und hoffen auf Sommer und Spätsommer. In den Gemeinden im Innenstadtbereich finden nach Information des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund zunächst keine Konfirmationen statt.

Die Paul-Gerhardt-Gemeinde hatte mit einer Konfirmation im Mai geplant, diesen Termin aber wieder verschoben. „Alle sind darüber auch mit den betroffenen Familien im Gespräch und planen mit ihnen gemeinsam weiter“, sagt Kirchenkreissprecher Wolfram Scharenberg.

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Geboren und aufgewachsen im Bergischen Land, fürs Studium ins Rheinland gezogen und schließlich das Ruhrgebiet lieben gelernt. Meine ersten journalistischen Schritte ging ich beim Remscheider General-Anzeiger als junge Studentin. Meine Wahlheimat Ruhrgebiet habe ich als freie Mitarbeiterin der WAZ schätzen gelernt. Das Ruhrgebiet erkunde ich am liebsten mit dem Rennrad oder als Reporterin.
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