Der Kiosk "Zwischenstopp" ist schon zweimal überfallen worden. © Björn Althoff
Raub

Mehrere Überfälle auf Kioske im Kreuzviertel – ist es ein Serientäter?

Der zweite Überfall in einer Woche, einer der Kioske ist in kurzer Zeit gleich zweimal ausgeraubt worden. Nach diesen Taten im Kreuzviertel stellt sich die Frage nach einem Zusammenhang.

Immer wieder montags, am frühen bis späten Abend. Dieses Muster lässt sich erkennen, wenn man die aktuellen Kiosk-Überfälle im Dortmunder Kreuzviertel vergleicht.

Oder ist es gar kein Muster, sondern nur Zufall?


Wer kommt in Frage, wo wohnt derjenige?

„Man prüft Zusammenhänge“, sagt Polizeisprecherin Kristina Purschke auf Anfrage. Also so wie immer in solchen Fällen. Verschiedene Fragen seien dabei wichtig: „Wen hat man auf dem Schirm, der als Täter in Frage kommen könnte? Kommt das dann beispielsweise mit dem Wohnort überhaupt in Frage?“

Anwohner mögen das anders sehen, aber die Polizei ist zurückhaltend, wenn es um eine Serie von Taten geht. Dazu müsse es eine wirkliche Häufung geben, erläutert Purschke.

Bei den Brandstiftungen im Dortmunder Westen etwa habe man von einer Serie sprechen können. Bei den Kiosk-Überfällen allerdings nicht.

Zur selben Zeit, eine ähnliche Beschreibung

Parallelen gibt es allerdings vor allem bei den beiden letzten Fällen. Erstens von der Uhrzeit her – in einem Fall um 18.50, im letzten dann etwa um 18.40 Uhr.

Zweitens, was die Täterbeschreibung angeht: dünn, 1,75 bis 1,80 Meter groß, akzentfreies Deutsch, „mitteleuropäischer Phänotyp“, wie es bei der Polizei offiziell heißt, dazu ein Messer in der Tat und ein ähnlicher Tathergang.

Die kleinen Unterschiede: Beim „Stadion Kiosk“ war ein zweiter Mann dabei, der Schmiere stand und andere Menschen davon abhielt, in den Laden zu gehen. Außerdem wurde Täter Nummer eins im ersten Fall als 40-bis-50-Jähriger beschrieben, im zweiten als 35-bis-40-Jähriger.

Viel dürfte vom Gesicht des Täters aber nicht zu sehen gewesen sein zwischen schwarzer Mütze und der Maske im Gesicht.

Ging es in beiden Fällen direkt in die Stadt?

Die Flucht passierte vom „Stadion Kiosk“ aus in Richtung Möllerbrücke, vom „Zwischenstopp“ direkt in die U-Bahn-Station Kreuzstraße. In beiden Fällen der direkte Weg in Richtung Innenstadt oder Hombruch.

Der Kiosk „Zwischenstopp“ liegt direkt am Eingang zur U-Bahn-Haltestelle Kreuzstraße.
Der Kiosk „Zwischenstopp“ liegt direkt am Eingang zur U-Bahn-Haltestelle Kreuzstraße. © Björn Althoff © Björn Althoff

Was zumindest bei demjenigen auffällig war, der den „Zwischenstopp“ ausraubte: „ein einfarbiges Tattoo (vermutlich ein Tribal) am rechten Handrücken zwischen Daumen und Zeigefinger“, so die Polizei.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jahrgang 1977 - wie Punkrock. Gebürtiger Sauerländer. Geborener Dortmunder. Unterm Strich also Westfale.
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Björn Althoff

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