Verkehr

Probleme bei Wall-Baustelle – Dortmunder müssen länger mit Problemen leben

Der Zeitplan für die Bauarbeiten auf dem Wall kann nicht eingehalten werden. Schuld sei nicht, wie man vielleicht annehmen könnte, das Unwetter, teilt die Stadt mit - sondern Corona.
Seit Mitte Juni ist der Schwanenwall eine Großbaustelle. © Oliver Volmerich

Verkehrsteilnehmer auf dem Dortmunder Wall werden sich angesichts der vielen Baustellen noch länger gedulden müssen, bis es dort wieder zügiger vorangeht. Denn die Bauarbeiten des Dortmunder Tiefbauamtes an der Großbaustelle für den Radwall zwischen Schwanen- und Ostwall werden sich verschieben, teilte die Stadt am Freitagmittag (16.7.) mit.

„Auch der Markt für Baustoffe ist von Corona nicht verschont geblieben. Der Lieferant hat uns mitgeteilt, dass die Materialien für die Oberflächenentwässerung erst später geliefert werden können“, erklärt Bauleiter Torsten Jahnke die Pause.

Anfang August kann voraussichtlich mit den Arbeiten begonnen werden – ursprünglich sollte bereits seit dem 12. Juli gebaut werden.

Dass sich das Warten auf das neue Entwässerungssystem lohne, zeigten die Starkregenereignisse in diesem Jahr, ergänzt Sylvia Uehlendahl, Leiterin des Tiefbauamtes: „In Zukunft werden Radwall, Parkplatzanlagen und Nebenfahrbahn auch größere Niederschlagsmengen kanalisieren können.“

Baumaßnahme zwischen Stiftstraße und Brüderweg

Zwischen Stiftsstraße und Brüderweg wird vorerst bis Mitte November gearbeitet. Nach der Winterpause werden die Arbeiten wieder aufgenommen und voraussichtlich im Frühjahr 2022 abgeschlossen.

In diesem Abschnitt entsteht für den künftigen Radverkehr am äußeren Rand der heutigen Parkplatzanlagen vor dem Reinoldinum ein ganz neuer und eigenständiger Zweirichtungsradweg mit einer Breite von rund vier Metern.

Die Oberfläche des neuen Radweges wird mit rotem Asphalt befestigt. Er wird von zwölf neuen Baumscheiben flankiert. Dafür werden die zwei vorhandenen Großparkplätze neu geordnet und gestaltet. Während dieser Zeit sind Einfahrten in die Nebenfahrbahn zeitweise nicht möglich. Stellplätze stehen nicht zur Verfügung.

Der Radwall

Schwanen- und Ostwall werden voraussichtlich bis Herbst 2022 umgebaut, um Lücken im Radverkehrsnetz zu schließen, Mängel der Trassenführung zu beheben und die Radverbindung um den Wall zu verbessern. Zusätzlich wird der Fußverkehr gefördert. Dabei bleiben die Hauptfahrspuren für den Kfz-Verkehr auf dem Wallring in ihrem derzeitigen Bestand erhalten.

Nach der Fertigstellung werden Radfahrer abschnittsweise auf baulich angelegten, von Fußgängern getrennten Radwegen geführt. Die Radwegebreite von 3,25 m zuzüglich 0,75 Meter Sicherheitsstreifen zu parkenden Autos soll neue Maßstäbe innerhalb des Stadtgebietes für Radwege im Zweirichtungsverkehr entlang von Hauptverkehrsstraßen setzen.

Erreichbarkeit für Anlieger

Während der Bauarbeiten werden Stellplätze temporär wegfallen. Die Durch- und Anfahrt für Anlieger ist gegeben. Nur während der Asphaltarbeiten ist eine Zufahrt zeitweise nicht möglich. Die fußläufige Erreichbarkeit der Hauseingänge und Geschäfte bleibe stets gewährleistet, so die Stadt. Der Zugang für Feuerwehr und Einsatzkräfte sei sichergestellt. Die Anwohner seien per Hauswurfsendung vorab informiert.

Der Bauablauf wird regelmäßig auf den Projektwebsites dortmund.de/radwall und umsteigern.de dokumentiert und veröffentlicht.

Wer den geplanten Radwall schon vor Baubeginn sehen möchte, kann auf der Stadt-Homepage (www.dortmund.de) mit einer Videosimulation virtuell auf das Fahrrad steigen und den Zweirichtungsradweg des Radwalls zwischen Schwanen- und Ostwall genießen.

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.