Nicht besonders einladend: der Sonnenplatz an der Möllerbrücke. Das soll sich ändern. © RN
Umgestaltung geplant

Sonnenplatz und Möllerbrücke sollen ein neues Gesicht bekommen

Der Sonnenplatz liegt prominent im Kreuzviertel, ist aber wenig einladend – außer für unerwünschte Trinkgelage. Doch in der Fläche schlummert Potenzial, das jetzt geweckt werden soll.

Einst hatte der Sonnenplatz im Kreuzviertel das, was man Aufenthaltsqualität nennt, mit seiner Pergola im Hintergrund, dem Sonnenmosaik auf dem Boden und den Bänken zum Verweilen. Was in den 1980er-Jahren durchaus ambitioniert gestaltet war, ist heute in die Jahre gekommen und wenig einladend. Ungepflegte Grünstreifen, schlechte Beleuchtung und viel Müll.

Bis auf Trinkgelage von Obdachlosen und jungen Leuten ist der Platz trotz seiner prominenten Lage wenig belebt, mit seinem Umfeld wie der Möllerbrücke mangelhaft verknüpft und an der viel befahrenen Lindemannstraße verkehrlich dominiert – Thomas Scholle vom Dortmunder Planungsbüro plan-lokal erzählte den Mitgliedern der Bezirksvertretung Innenstadt-West am Mittwoch (2.12.) nichts Neues, als er den Zustand des Sonnenplatzes beschrieb.

Doch der Stadtplaner arbeitet mit seinem Team im Auftrag der Stadt daran, dass es besser wird. Der Sonnenplatz, der künftig direkt am geplanten Radschnellweg liegen wird, soll umgestaltet werden – ein lang gehegter Wunsch der Anwohner und Bezirkspolitiker.

Auch die Möllerbrücke wird bei Umgestaltung einbezogen

Der rund 3000 Quadratmeter große Sonnenplatz soll inklusive der Möllerbrücke mit einem „städtebaulichen und freiraumplanerischen Wettbewerb“ unter Beteiligung der Bürger umgestaltet werden.

In einem mehrstufigen Verfahren sollen sie ihre eigenen Ideen zur Neugestaltung einbringen. Auftakt sollte eigentlich das Westparkfest im Sommer gewesen sein. Doch auch hier hat Corona den Zeitplan verschoben.

Dennoch waren die Planer nicht untätig. Sie hätten bereits Gespräche mit Eigentümern und engagierten Anwohnern geführt, berichtete Scholle den Bezirksvertretern. Für Februar kündigte er eine Online-Beteiligungsplattform an. Mithilfe eines Kartentools können Bürger erklären, was sie wo auf dem Platz haben möchten.

Der Fokus liege auf der Beteiligung Jugendlicher, sagte der Stadtplaner und verwies auf Gespräche mit dem Leibniz-Gymnasium und der Wilhelm-Röntgen-Realschule. Man solle nicht nur mit Online-Befragungen arbeiten, die viele Ältere ausschlössen, mahnte Anne Eberle (Die Linke), sondern auch an die Senioren denken.

Stand beim Westparkfest

Beim Westpark im Mai nächsten Jahres werde das Büro mit einem Stand vertreten sein und mit Aktionen auf dem Platz selbst um Ideen werben, kündigte Scholle an: „Das wird ein Wettstreit der guten Ideen, verknüpft mit einem Beteiligungsverfahren.“

Ehe dann der Wettbewerb mit einem sogenannten Pflichtenheft für interdisziplinäre Planungsteams aus Landschafts- und Verkehrsplanern ausgeschrieben wird, gibt es einen Workshop für Politik und Verwaltung. Bis zum Jahresende 2021, schätzt Scholle, sollten die Wettbewerbsergebnisse vorliegen.

Über die Autorin
Redaktion Dortmund
Stellvertretende Leiterin der Dortmunder Stadtredaktion - Seit April 1983 Redakteurin in der Dortmunder Stadtredaktion der Ruhr Nachrichten. Dort zuständig unter anderem für Kommunalpolitik. 1981 Magisterabschluss an der Universität Bochum (Anglistik, Amerikanistik, Romanistik).
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Gaby Kolle

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