Die Müllcontainer an der Flughafenstraße sind häufig überfüllt. Außerdem wird hier Müll abgeladen, der nicht in die Container gehört. © Roeske
Lärm, Müll und Ärger

Anwohner völlig genervt – Altglas-Container direkt vor der Haustür

Nur zehn Meter sind die nächsten Müllcontainer von seinem Schlafzimmerfenster entfernt - das sorgt für Müll, Lärm und parkende Fahrzeuge auf dem Gehweg. Ein Dortmunder hat die Nase voll.

Muss man um Mitternacht oder früh um 5 Uhr seinen Glasmüll wegbringen? Und müssen Müllcontainer in einem Wohngebiet morgens um 6 Uhr geleert werden? Das fragt sich Thomas Roeske aus Brackel, der von seinem Schlafzimmerfenster auf vier Container der EDG blickt. Nur zehn Meter sind es von seiner Tür bis zum Container – und der macht ordentlich Krach.

Doch das ist nicht das einzige Problem: der Standort wird illegal als Sperrmüll-Sammelstelle genutzt, regelmäßig wird Unrat rund um die Container abgeladen. „Wenn einer anfängt, gibt es Nachahmer. Da dauert es nicht lange, dann stapelt sich der Müll.“ Ein drittes Problem: Die Nutzer des Containers steuern ihn von allen Seiten aus an. Regelmäßig sei der Gehweg zugeparkt.

Müll wird mit dem Auto weggebracht

Doch das war nicht immer so, erinnert sich Roeske: Vor wenigen Jahren stand der Container noch 200 Meter weiter nördlich vor einem Kleingartenverein. Weil das Mülfahrzeug für die Leerung rückwärts fahren musste, wurde er umgesetzt – direkt vor Thomas Roeskes Gartentor. Dass der Container für die Menschen aus dem Viertel zu Fuß erreichbar bleiben muss und nicht zu weit weg versetzt werden kann, versteht Roeske.

Für die Anwohner sind die Müllcontainer eine Belastung.
Für die Anwohner sind die Müllcontainer eine Belastung. © Roeske © Roeske

Die meisten Nutzer, so seine Beobachtung, kämen aber mit dem Auto. Dabei, so Roeske, sei in diesem Teil der Straße sogar absolutes Halteverbot. Für die Autofahrer sei es jedenfalls nicht wichtig, ob der Container an seinem jetzigen Standort steht oder beispielsweise am Rewe oder vor der Kleingartenanlage, wo er weniger störend für die Anwohner ist.

Kriterien für einen Containerstandort

Doch ganz so einfach lässt sich ein Container nicht umsetzen – dafür müssen laut Petra Hartmann, Pressesprecherin der EDG, bestimmte Voraussetzungen geschaffen sein: Da die Müllfahrzeuge einen Kran haben, dürfen aus Platzgründen keine Bäume in der Nähe stehen. Außerdem sollten Rückwärtsfahrten vermieden werden, denn sonst bräuchte man einen zusätzlichen Einweiser. Der Abstand zu anderen Containern und die fußläufige Erreichbarkeit spiele auch eine Rolle.

Mit seinem Problem hat Roeske sich bereits an die Bezirksvertretung gewandt – der stellvertretende Bezirksbürgermeister Dirk Risthaus kann sich allerdings nicht an den Fall erinnern. Auch bei der EDG sei kein Prüfantrag eingegangen. Denn erst, wenn die Bezirksvertretung eine Prüfung in Auftrag gibt, kann die EDG nach einem neuen Containerstandort schauen. Die Entscheidung, wo die Container letztlich stehen sollen, fällt die Bezirksvertretung.

„Von solchen Problemen hören wir öfter. Die Anliegen der Bürger nehmen wir ernst und schauen uns das gerne noch einmal an“, sagt Risthaus. Bürger mit derlei Problemen können sich an den Bezirksbürgermeister oder seine Stellvertreter wenden und einen Ortstermin vereinbaren. In puncto Ruhestörungen, Parkverstößen und des Mülls rund um die Container sei wiederum das Ordnungsamt der richtige Ansprechpartner.

Über die Autorin
Volontärin
Geboren in Hamm, dann ausgezogen in die weite Welt: Nach ausgiebigen Europa-Reisen bin ich in meine Heimat zurückgekehrt und berichte nun über alles, was die Menschen in der Gegend gerade bewegt.
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Sylva Witzig

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