Manuela Schultz-Metz und Evings Bezirksbürgermeister Oliver Stens stehen neben dem ersten Setzling der Herzbaum-Aktion. © Daniel Immel
Herzbäume

Bäume in Brechten wachsen zu Herzen – Das hat mehrere Bedeutungen

Ein Baumstamm in der Form eines Herzens: Was in der Theorie surreal klingt, wird künftig Brechten prägen. Die Herzbäume sollen den Ort nicht bloß verschönern - dahinter steckt mehr.

Zwei umeinander geflochtene Baumstämme, geformt zu einem Herzen – das sind Herzbäume. Und die sollen in den nächsten Jahrzehnten gut in Brechten aussehen. 15 Linden-, Buchen- und Ahorn-Setzlinge werden derzeit überall im Ort verbuddelt, damit sie zu herzförmigen Bäumen heranwachsen können.

„Wir wollten ein Zeichen setzen für die Verbundenheit, für die Herzlichkeit und für die Umwelt“, sagt Manuela Schultz-Metz, Vorsitzende des Vereins „Brechtener mit Herz“. Schultz-Metz hat die Herzbaum-Aktion initiiert. Anlass ist das einjährige Bestehen des Vereins.

Einen solchen Herzbaum habe sie auf einer Hochzeit gesehen und war davon direkt angetan. Mit ihrem Verein „Brechtener mit Herz“ sollen der Dortmunder Ortsteil optisch aufgewertet und einige Highlights – eben wie mit diesen 15 Herzbäumen – gesetzt werden.

Symbol der Gemeinschaft und des Wohlfühlens

Es gehe nicht nur um die Verschönerung Brechtens, sagt Schultz-Metz: Die Bäume verfügten auch über eine Symbolik. „Wir wollen den Bewohnern das Gefühl geben, dass sie sich wohlfühlen.“ Schultz-Metz betont, dass mit den Herzbäumen eine besondere Gemeinschaft im Ort dargestellt werden soll.

Auch die Verbundenheit zu den umgebenden Stadtteilen wird mit den Herzbäumen verdeutlicht.

Nach knapp zehn Jahren sind die jeweiligen Stämme derart miteinander verwachsen, dass es nach einem einzigen Baumstamm aussieht, der die Form eines Herzens angenommen hat.

Innerhalb des Dorfes und rund um die Ortsgrenze werden die Bäume derzeit noch bis 10. Oktober eingepflanzt. Dann können die Laubbäume wachsen und gedeihen: an den Ortseingängen angrenzend zu den umliegenden Stadtteilen und Dörfern, an der Evinger Straße oder am Schiffhorst.

Erster Setzling steht unweit des Fußballplatzes

Der erste Herzbaum-Setzling wurde auf dem Gelände des Sportvereins TV Brechten eingepflanzt. Der Baum soll dabei die erfolgreiche Kooperation beider Vereine symbolisieren.

Nicht nur Mitgliedern des TV Brechten und von „Brechtener mit Herz“ wirken an der Herzbaum-Aktion mit. Auch andere Vereine, Sponsoren und Privatpersonen beteiligen sich.

Evinger Bezirksbürgermeister begrüßt die Pflanz-Aktion

Evings Bezirksbürgermeister Oliver Stens ist erfreut. Obwohl er sich zu Beginn gar nicht so genau habe vorstellen können, was hinter der Idee eigentlich stecke: „Ich habe gedacht, die sind doch verrückt“, sei seine erste Reaktion auf das Vorhaben gewesen.

Stens lobt vor allem das Ehrenamt, das dazu beitrage, den Ort aufzuwerten: „Ich finde es super, dass es Menschen gibt, die sich für die Verschönerung des Stadtbezirks einsetzen.“ Gerade die Symbolik der Bäume gefalle ihm, so der Bezirksbürgermeister: „Wenn man jemanden sein Herz schenkt, dann gibt man alles, was man hat.“

Damit die Geste auch langfristig optisch erkennbar bleibt, appelliert der Bürgermeister an die Vernunft seiner Bürger: „Bitte drauf achten, dass keiner die Bäume beschädigt“. Er hoffe, dass die Menschen den Bäumen und den Ehrenamtlern, die dahinterstecken, genug Wertschätzung entgegenbringen. Durch ein starkes Miteinander im Ort, könne man vorbeugen, dass jemand die Bäume beschädigt.

Als nächstes planen die „Brechtener mit Herz“, die Autobahnbrücke der A2, die den Ort durchquert, aufzuwerten. Wann genau das passiert, das steht noch nicht fest.

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