So sah das Bergbaudenkmal aus, als es noch auf dem Grünen Platz stand. Nun erhält es einen neuen Standort an der Evinger Straße / Ecke Deutsche Straße. © Michael Schuh (A)
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Beliebter Evinger steht kurz vor dem lang ersehnten Umzug

Das hat gedauert: Bereits 2014 wollte die SPD in Eving einem beliebten Evinger ein neues Zuhause verpassen. Viele Jahre lang passierte nichts – nun kommt Bewegung in die Sache.

Was lange geplant war, steht nun kurz vor der Umsetzung: Das Denkmal für verunglückte Bergleute, das über viele Jahre ein Schattendasein auf dem Grünen Platz im Evinger Zentrum gefristet hat, wird noch in diesem Jahr an die Evinger Straße/Deutsche Straße ziehen.

Weil es dort auf einer kleinen Anhöhe steht, wird es gut sichtbar sein und eine schöne Ergänzung zu Hammerkopfturm und Schwungrad dahinter bilden, sodass an der Deutschen Straße am ehemaligen Minister-Stein-Standort gleich ein ganzes Ensemble von Relikten beisammen sein wird, die an die Evinger Bergbautradition erinnern.

Der Bagger fürs Fundament steht schon

Der Bagger, der den Baugrund für das Fundament ausheben soll, steht schon. Allerdings wird das Denkmal selbst noch saniert: Der Bergmann erhält ein neues Stützkorsett, und einige Buchstaben des Schriftzugs „Unseren toten Kameraden“, die gefehlt haben, müssen nachgegossen werden.

Außerdem war der Bergmann unsachgemäß an der Mauer befestigt worden, die mit zum Denkmal gehört. All das wird nachgebessert – deshalb dauert es nun noch etwas, bis er am neuen Standort wirklich aufgestellt werden kann.


Bereits im April 2014 hatte die SPD in der Bezirksvertretung Eving den Antrag gestellt, die 700 bis 800 Kilo schwere und zwei Meter hohe Bronzestatue zu versetzen.

In einer Bürgerumfrage hatten sich die Evinger dann für den neuen Standort Deutsche Straße/Evinger Straße ausgesprochen. Viele Jahre lang passierte daraufhin zum Unmut der Politiker nichts, bis jetzt endlich Bewegung ins Thema kam.

„Ein Bergmann hält sein Versprechen“

Kostenpunkt insgesamt für Abbau, Sanierung, das neue Fundament und die Buchstaben: rund 50.000 Euro. Bezirksbürgermeister Oliver Stens (SPD) lobt in diesem Zusammenhang seinen Parteifreund Peter Wieseler, der noch ein altes Schreiben der Ruhrkohle AG gefunden hat, wonach sich das Unternehmen mit 5.000 Euro daran beteiligt.

Und „weil ein Bergmann seine Versprechen hält“, wie Ruhrkohle-Sprecher Christof Beike sagt, fließt nun dieses Geld für die Denkmal-Umsetzung.

Hier, an der Deutschen Straße / Ecke Evinger Straße soll das Denkmal zu Ehren der verunglückten Bergleute demnächst stehen - hier mit (vl.) Bezirksverwaltungsstellen-Leiterin Christina Fichtenau, Verwaltungstellen-Mitarbeiterin Astrid Bökenkamp, Lisa Wegener und Sandra Methner von der Städtischen Immobilienwirtschaft, Nadine Schramm von der Koordinationsstelle BV-Maßnahmen, Ruhrkohle-Sprecher Christof Beike und Bezirksbürgermeister Oliver Stens
Hier, an der Deutschen Straße / Ecke Evinger Straße soll das Denkmal zu Ehren der verunglückten Bergleute demnächst stehen – hier mit (v.l.) Bezirksverwaltungsstellen-Leiterin Christina Fichtenau, Verwaltungstellen-Mitarbeiterin Astrid Bökenkamp, Lisa Wegener und Sandra Methner von der Städtischen Immobilienwirtschaft, Nadine Schramm von der Koordinationsstelle BV-Maßnahmen, Ruhrkohle-Sprecher Christof Beike und Bezirksbürgermeister Oliver Stens © Andreas Schröter © Andreas Schröter

Auch die Bezirksvertretung Eving hat in ihrer Mai-Sitzung noch einmal 8.800 Euro dafür bewilligt. Bürger oder Firmen, die dafür ebenfalls spenden möchten, können das auf das Konto der Kulturbetriebe (IBAN DE 1044 0501 9900 0105 1911) mit dem Verwendungszweck „Kunst im öffentlichen Raum, zweckgebunden Bergarbeiterdenkmal, Eving“ ebenfalls tun.

Das Denkmal zu Ehren der verunglückten Bergleute wurde von der Ruhrkohle AG bei dem Bildhauer Fritz Petsch in Auftrag gegeben und zwischen 1950 und 1954 angefertigt.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
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Andreas Schröter
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