Der Lanstroper See besteht aus den Tränen von Riesen, wie jetzt jeder weiß. © Oliver Schaper
Serie: Nordosten von oben

Besteht der Lanstroper See aus den Tränen von Riesen?

Das Naturschutzgebiet Lanstroper See gehört nicht nur zu den schönsten der Stadt, es bietet vielen Tieren Lebensraum. Zuletzt gingen die Menschen nicht immer pfleglich damit um.

Im äußersten Dortmunder Nordosten, schon fast an der Grenze zu Kamen, liegt eines der schönsten Naturschutzgebiete der Stadt: der Lanstroper See und sein Umland.

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Serie Der Nordosten von oben Folge 4: Lanstroper See

Dieser See entstand um 1963 durch eine Bergsenkung. Und weil die auch den Grundwasserspiegel erreichte, bildete sich dauerhaft ein Gewässer. Soweit die offizielle Version. Der Legende nach entstand der See allerdings, weil Riesen, die dort lebten, so viele Tränen vergossen haben.

Ringelnatter lebt am Lanstroper See

Sie waren nach langer Abwesenheit nach Lanstrop zurückgekehrt und so traurig darüber, was aus dem einstmals so schönen Ort geworden war.

Das Naturschutzgebiet bietet Lebensraum und Brutgebiet für zahlreiche Vogelarten, darunter Kleinspecht, Pirol, Habicht, Haubentaucher, Kormoran und Graureiher.

Letztere ernähren sich vor allem von den im See lebenden Fischarten wie Karpfen, Barsch, Aal, Hecht und Bitterling. Auch der einzige in Dortmund nachgewiesene Bestand der Ringelnatter kommt am Lanstroper See vor.

Zuletzt hat das Umweltamt Ignoranz und Regelverstöße einiger Besucher des Naturschutzgebietes beobachtet. Es bittet deshalb darum: „Bitte bleiben Sie und Ihr Vierbeiner in Naturschutzgebieten auf den Wegen. Damit ist mehr erreicht, als Sie vielleicht dachten.“

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
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Andreas Schröter

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