Am kleinen Börgerhoffweg in Lindenhorst muss der Straßenbelag ausgetauscht werden. Unsachgemäße Arbeiten in der Vergangenheit sind der Grund. © Andreas Schröter
Straßenausbau

Börgerhoffweg: Pfusch beim Straßenbau sorgt für 100.000 Euro Mehrkosten

Der Straßenbelag des Börgerhoffwegs in Lindenhorst entspricht nicht den Vorgaben im Straßenbau. Das Material muss wegen seiner chemischen Eigenschaften zur Deponie. Eine Baumfirma hat geschlampt.

Der Ausbau des Börgerhoffwegs und die Erweiterung der Lärmschutzwand am nahen Karl-Klose-Weg in Lindenhorst kosten nun 590.000 Euro statt die wie bisher angenommenen 490.000 Euro. Das teilt die Verwaltung der Bezirksvertretung Eving mit und bittet zugleich um Zustimmung.

Grund für die Mehrkosten sei unter anderem Pfusch beim Straßenbau: Die Firma, die für die Erschließung zuständig gewesen war, habe eine Schotterschicht verarbeitet, die nicht den Vorgaben im Straßenbau entsprochen habe. Das geht aus der Verwaltungsvorlage hervor.

Besagte Firma sei mehrfach erfolglos aufgefordert worden, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Allerdings habe es diverse Umfirmierungen und Firmensitzverlegungen gegeben, wodurch die ursprüngliche Firma nicht mehr erreichbar gewesen sei. Eine Klage habe nur geringe Erfolgsaussichten.

Altes Material muss ausgebaut werden

Das Material müsse nun ausgebaut und wegen seiner chemischen Eigenschaften zur Deponie Nordost in Grevel gebracht werden. Für die Aufnahme des Bodens fallen 24.000 Euro an, für die Deponiegebühren weitere 24.000 Euro.

Zusätzlich müsse entsprechendes Ersatzmaterial geliefert und eingebaut werden. Das erhöhe die Kosten um weitere 16.000 Euro. Hinzu käme, dass Baufirmen heute wesentlich höhere Preise aufrufen würden als noch vor wenigen Jahren. Grund dafür sei die gute Konjunktur im Baugewerbe.

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Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
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Andreas Schröter

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