Die Musiker des Do-Ton-Blasorchesters haben ein digitales Konzert eingespielt. Es ist seit Heiligabend abrufbar. © Andreas Schröter
Musik in Corona-Zeiten

Dortmunder Blasorchester gibt ein digitales Konzert aus dem „Homeoffice“

Künstler gehören zu denen, die am meisten unter der Corona-Krise leiden. Das Blasorchester Do-Ton hat nun ein digitales Konzert eingespielt – die Musiker waren dabei nicht im gleichen Raum.

Do-Ton ist ein Dortmunder Blasorchester, das in Nicht-Corona-Zeiten einmal wöchentlich im evangelischen Gemeindehaus Wickede probt. Das geht derzeit natürlich nicht. Um für Zuhörer und Musiker dennoch etwas auf die Beine zu stellen, hat das Orchester ein Digital-Konzert eingespielt.

Dass so etwas durchaus funktionieren kann, hat die Gruppe bereits im ersten Lockdown im Frühling herausgefunden – damals allerdings nur mit einzelnen Songs. Nun sollte es ein ganzes halbstündiges Konzert mit fünf Songs sowie An- und Zwischenmoderation werden.

Und das Projekt hat funktioniert: Das Video ist seit Heiligabend auf YouTube oder auch über die Facebook-Seite der Gruppe abrufbar. 1200 Abrufe gab‘s laut Mitglied Monika Bennemann schon über die Feiertage.

Jeder Musiker hat dazu mit digitalem Metronom im Ohr („Clicktrack“ genannt) und dem Dirigat von Michael Frey, Holger Hensen oder Hanna Riemer seinen Part per Handy eingespielt, und Digital-Fachmann Jörg Krug hat alles zusammengeschnitten 120 Gigabyte Datenmaterial hatte er zu verarbeiten. Zu hören sind Songs wie „Happy Christmas“ von John Lennon oder „Stop the cavalry“ von Jona Lewie.

Monika Bennemann (36) ist Mitglied des Blasorchesters Do-Ton. Sie habe ihren Part fürs digitale Konzert einfach per Handy eingespielt, sagt sie.
Monika Bennemann (36) ist Mitglied des Blasorchesters Do-Ton. Sie habe ihren Part fürs digitale Konzert einfach per Handy eingespielt, sagt sie. © Andreas Schröter © Andreas Schröter

Die Begeisterung seitens der Musiker und die Resonanz der Zuhörer sei riesig gewesen, so Monika Bennemann. Das Projekt habe auch den inneren Zusammenhalt der Gruppe gestärkt.

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Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
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Andreas Schröter

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