Corona-Regeln

Dortmunder Krankenhaus umgeht Corona-Besuchsverbot mit Trick

Um das Infektionsrisiko gering zu halten, gibt es in der Corona-Pandemie vorerst keine Möglichkeit, Angehörige im Krankenhaus zu besuchen. In einem Dortmunder Krankenhaus allerdings schon.
Im Knappschaftskrankenhaus können jetzt Angehörige besucht werden – mit einer digitalen Lösung. © Knappschaftskrankenhaus Dortmund

Social Distancing ist in der Corona-Pandemie eine der obersten Regeln. Dadurch sollen Infektionsketten gebrochen werden.

Deshalb gibt es zum Beispiel auch ein Besuchsverbot für Menschen, die in Krankenhäusern liegen. Zu hoch ist das Risiko, dass ein zwar nett gemeinter Besuch von Angehörigen einer Patientin oder eines Patienten eine ganze Station in die Quarantäne treibt – was ja auch schon des Öfteren vorgekommen ist.

Digitaler Besuch via Facetime

Diese Isolation kann gerade im Krankenhaus schnell auf das Gemüt schlagen. Deshalb hat man sich in den Dortmunder Knappschafts-Krankenhäusern etwas überlegt.

Den Patientinnen und Patienten in den Krankenhäusern in Brackel und Lütgendortmund werden jetzt iPads zur Verfügung gestellt.

Dadurch können Patienten mit ihren Angehörigen trotz Besuchsverbot sprechen – digital per Videochat über Skype oder Facetime. Das iPad wird vor jedem Patientenwechsel desinfiziert, über die Kopfhörer wird ein Hygieneüberzug gestülpt.

Nicht so technikaffine und ältere Menschen bekommen von einer Mitarbeiterin bei der Videotelefonie Unterstützung.

„Wir machen die Menschen damit glücklich“, so Matthias Wagner, Leiter des Knappschaftskrankenhauses Dortmund. Denn die ersten „digitalen Besuche“ hätten schon stattgefunden. Und die hätten „eine ganz andere Qualität als ein Telefonat oder eine Textnachricht.“

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