Rechtsanwalt Marcus Herberholz verteidigte die Angeklagte. © picture-alliance/ dpa/dpaweb
Landgericht

Dortmunderin (28) wollte ihr eigenes Wohnhaus anzünden

Eine 28-Jährige hat in Dortmund im Keller des von ihr bewohnten Hauses ein Feuer gelegt. Sowohl bei der Tat als auch vor Gericht hatte sie im Endeffekt großes Glück.

Eine 28-Jährige aus Wickede hat vor Gericht zugegeben, im Keller ihres Wohnhauses eine Heizung angezündet und anschließend auch noch eine Brandschutztür verkeilt zu haben. Zu ihrem Motiv konnte sie dagegen nur wenig sagen.

„Ich war damals total überfordert“, erklärte sie zu Prozessbeginn. Ständiger Streit mit ihrem Lebensgefährten und Sorge um ihren kranken Sohn hätten ihr Anfang 2018 fast den Verstand geraubt. Der Junge ist inzwischen an den Folgen seiner Krankheit gestorben.

Auch wegen Betrugs angeklagt

Neben der Brandstiftung hatte die Staatsanwaltschaft der 28-Jährigen auch eine Reihe von Betrugstaten vorgeworfen. Um an Geld zu kommen, hatte die Angeklagte in mehreren Telekom-Shops Firmenverträge abgeschlossen und sich die Mobilgeräte direkt aushändigen lassen.

Während die Telefone anschließend in einem Bochumer An- und Verkaufsladen zu Geld gemacht wurden, blieben die monatlichen Raten bei der Telekom unbezahlt.

In diesen Fällen versuchte die 28-Jährige zwar noch, die Schuld auf ihren Bruder zu schieben, der angeblich die Idee zu den Betrügereien gehabt habe. Letztendlich blieb ihr aber nichts anderes übrig, als die Taten einzuräumen.

Das Landgericht ließ am Ende Milde walten und verhängte zwei Jahre Haft auf Bewährung.

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