Maximilian Schwarzbach vor einem Caddy im Royal Saint Barbara’s Golf Club. Die Fahne im Hintergrund muss seit der Wiedereröffnung während des Spiels im Loch bleiben. © Tobias Larisch
Golfverein in Brackel

„Eingeschränkter Normalbetrieb“ beim Golfclub Royal Saint Barbara‘s

Golfen ist seit Anfang Mai wieder erlaubt. Beim Spiel selbst gibt es nur wenige Einschränkungen. Anders sieht es aus in der Organisation und der Club-Gastronomie.

Als „eingeschränkten Normalbetrieb“ bezeichnet Maximilian Schwarzbach die aktuelle Situation beim Royal Saint Barbara‘s Golf Club in Brackel. Die Corona-Vorschriften schreiben vor, dass Vereinsmitglieder, anders als sonst, im Vorfeld eine feste Zeit ausmachen müssen, um Golfspielen zu können.

„Die Golfer dürfen höchstens eine halbe Stunde vor Beginn auf die Anlage und müssen diese nach dem Spiel auch schnellstmöglich wieder verlassen“, sagt Schwarzbach. Die Termin-Koordinierung erfolgt über eine vereinseigene App und die Golfausrüstung muss selbst mitgebracht werden.

Durch die vorgegebenen Startzeiten verteilen sich die Golfer auf die Golfanlage und Menschenansammlungen werden vermieden.
Durch die vorgegebenen Startzeiten verteilen sich die Golfer auf die Golfanlage und Menschenansammlungen werden vermieden. © Tobias Larisch © Tobias Larisch

Vier Personen dürften im Zehn-Minuten-Rhythmus am ersten Loch starten. Circa 100 Golfer könnten laut Schwarzbach gleichzeitig auf der Anlage sein. Insgesamt seien aber in etwa 250 Personen pro Tag dort. „Alles in allem wird das System mit den Startzeiten positiv angenommen“, sagt das Präsidiumsmitglied, das für den Bereich Kommunikation zuständig ist.

Nach dem Spiel dürften die Mitglieder natürlich auch in die Gastronomie, aber die Corona-Schutzmaßnahmen schreiben vor, dass der Sport Golf und die zum Verein gehörende Gastronomie strikt getrennt werden müssen. Deswegen müssten die Golfer die Anlage auch erst verlassen. „Dadurch sollen mögliche Infektionsketten besser nachverfolgt werden können“, sagt Schwarzbach.

Aber auch beim Golf gibt es ein paar Änderungen. So bleiben die Fahnen während des Spiels in den Löchern und andere kleinere Gegenstände, die die Spieler bewegen müssten, werden als unbewegliche Hindernisse definiert und bleiben dort. „Es wird alles getan, um den Kontakt zu minimieren“, sagt der 28-Jährige. „Großartige Auswirkungen auf das Spiel hat das aber nicht.“

Seit dem 7. Mai ist kontaktloser Sport in Nordrhein-Westfalen wieder erlaubt. Um die Gastronomie und die Anlage wegen der kurzfristigen Erlaubnis herzurichten, hätte Schwarzbach am Tag vorher eine Nachtschicht einlegen müssen. „An den ersten Tagen war der Andrang sehr groß. Alle Startzeiten waren ausgebucht “, sagt Schwarzbach, der hauptberuflich Lehrer an der Hildegardis-Schule in Bochum ist.

Selbstständige Trainer hatten finanzielle Einbußen

In der Zeit der corona-bedingten Schließung hätten vor allem die drei selbstständigen Trainer finanziell gelitten. „Für unseren Verein ist die Pause glimpflich verlaufen“, sagt Schwarzbach. „Wir hatten zwar höhere Kosten, um die Anlage an die Corona-Maßnahmen anzupassen, aber die Mitgliederbeiträge wurden ja weiterhin bezahlt.“

Auch die Absage der für Mitte Juni geplanten „Offenen Meisterschaft“ habe keine großen Auswirkungen auf die Finanzen gehabt, da für die Finanzierung auch Sponsoren verantwortlich gewesen seien. „Für das Event an sich ist es natürlich schade“, sagt Schwarzbach.

Über den Autor
Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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Tobias Larisch

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