Lissy sieht zwar etwas verdreckt aus, ist aber ansonsten gut drauf. Unser Foto zeigt sie in der Lebendfalle. © Anna Kuhfuß
Entlaufener Hund

Freudige Überraschung vor Weihnachten: Hündin Lissy ist wieder da

Die Familie Hermann/Mecklenburg hat aufregende sieben Tage hinter sich. Ihre Hündin Lissy war weggelaufen. Nun gibt‘s ein Happy-End: Die Hundedame ist wieder zu Hause.

Freudige Überraschung für die Wickeder Familie Hermann/Mecklenburg: Ihre zweieinhalbjährige Bichon-Frisé-Hündin Lissy ist wieder da. Sie hat ein knapp einwöchiges „Survival-Training“, wie es Besitzerin Iris Hermann nennt, im Bereich Roggenkamp/Schimmelstraße in Kamen-Westick hinter sich. Sie hatte am 13. Dezember bei einem Spaziergang auf dem Weg zwischen Husen und Asseln an einem Zaun einen Stromschlag erlitten und war in Panik weggelaufen.

Lissy ging am Samstagabend (19.12.) in eine Lebendfalle, die das Hundesuchteam Bergkamen und Kamen in einem privaten Garten aufgestellt hatte – natürlich mit ausdrücklicher Genehmigung der freundlichen Besitzer. Lissy war zuvor mehrfach von Kameras gesichtet worden, die das Team in der Umgebung aufgestellt hatte. Deswegen entschlossen sich die ehrenamtlichen Helfer, es mit der Lebendfalle zu versuchen. Das ist im Grunde eine größere Box oder ein Käfig, dessen Tür zugeht, wenn der Hund sich drinnen am Fressen bedient.

„Hund muss sich wohlfühlen“

So etwas funktioniere allerdings nur, wie Anna Kuhfuß vom Hundesuchteam sagt, wenn der Hund sich wohlfühle und sich beruhigt habe. Daher sei auch der Hinweis so wichtig gewesen, bei Sichtungen nicht zu versuchen, Lissy selbst einzufangen. Damit hätte man sie weiter aufgeregt und sie wieder aus diesem Revier vertrieben.

Iris Hermann sowie Leni und Sascha Mecklenburg haben ihre Lissy wieder
Iris Hermann sowie Leni und Sascha Mecklenburg haben ihre Lissy wieder. © privat © privat

Die Mitarbeiter haben eine Spur aus Rinder- und Geflügelfond hin zum Käfig gelegt. In der Box gab‘s dann Leckereien wie eigens zubereitete Würstchen. Die professionelle „Pet-Trailerin“ Antje Henze, mit der Team und Familie zusammengearbeitet haben, bekam dann irgendwann das Signal aufs Handy, dass die Tür der Falle zugegangen war. Daraufhin alarmierte sie sofort die Grundstücksbesitzer, die kurze Zeit später bestätigten, dass Lissy tatsächlich in der Box saß. Die dort aufgestellte Kamera war umgefallen und arbeitete nicht mehr.

Natürlich wurde sofort die Besitzer-Familie informiert, die sich umgehend auf den Weg machte. Das auf beiden Seiten freudige Wiedersehen geschah dann zunächst durch die Gitterstäbe des Käfigs hindurch, denn alle Beteiligten mussten zunächst auf die Antje Henze warten, die den Käfig öffnete.

Am Ende jedenfalls konnte die überglückliche Familie – besonders Tochter Leni (12) hatte enorm unter dem Verlust des Hundes gelitten – Lissy wieder mit nach Hause nehmen. Lissy sei zwar etwas schmutzig, sagt Iris Hermann, benehme sich aber ansonsten ganz normal und bediene sich am Fressen. Nun werde es doch noch ein richtiges Weihnachten.

Natürlich wolle sie Lissy demnächst draußen nicht mehr frei herumlaufen lassen. Auch über einen GPS-Tracker denke sie nach. Iris Hermann bedankt sich für die große Anteilnahme der Bevölkerung.

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Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
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Andreas Schröter

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