Stadtverwaltungsmitarbeiterin Martina Skender (Mitte) brachte der Gerne-in-Derne-Vorsitzenden Dr. Juliane Tinter-Tiede - hier mit sechs Wochen altem Töchterchen auf dem Arm - und ihrer Stellvertreterin Gertrud Löhken-Mehring zur Bürgertreff-Eröffnung Brot und Salz mit. © Andreas Schröter
Bürgerschaftliches Engagement

„Gerne in Derne“ eröffnet Bürgertreff an der Altenderner Straße

Aus dem einst zarten Pflänzchen „Bürgerwerkstatt“ ist in Derne ein Verein erwachsen, der nun sogar ein eigenes Ladenlokal an der Altenderner Straße betreibt. Jetzt war feierliche Eröffnung.

Lange hat‘s – auch wegen Corona – gedauert, aber nun ist es endlich doch passiert: Der Bürgertreff Derne im Ladenlokal an der Altenderner Straße 19 ist am Freitag (2.10.) offiziell eröffnet worden.

Der Förderverein „Gerne in Derne“ will dort all das anbieten, was Menschen zusammenbringt und was ihnen Spaß macht. Nach Auskunft der 2. Vorsitzenden Gertrud Löhken-Mehring laufen schon jetzt die Nähkurse sehr gut, und auch ein Schach-Angebot komme gut an.

Belastbare Vereinsmitglieder

In einer kleinen Feierstunde, die von vier Geigen-Kindern der Musikschule Dortmund musikalisch begleitet wurde, wünschte Stadtrat Ludger Wilde, der Kollegin Birgit Zoerner vertrat, dem Projekt gutes Gelingen. Die Vereinsmitglieder hätten sich als sehr belastbar erwiesen, womit er auf die lange und zähe Suche nach geeigneten Räumen für einen solchen Bürgertreff anspielte.

Stadtrat Ludger Wilde wünschte dem Projekt in einer kurzen Begrüßungsansprache gutes Gelingen
Stadtrat Ludger Wilde wünschte dem Projekt in einer kurzen Begrüßungsansprache gutes Gelingen. © Andreas Schröter © Andreas Schröter

Wilde verschwieg jedoch auch nicht den Konflikt, der derzeit zwischen Stadtverwaltung und „Gerne in Derne“ einerseits und der örtlichen Politik andererseits um die Neugestaltung der „Neuen Mitte Derne“ schwelt (Bebauung mit drei kleineren Gebäuden kontra Aldi-Neubau).

Das sei das erste Mal, dass er mit dem scheidenden Bezirksbürgermeister Heinz Pasterny nicht einer Meinung sei. Wilde kündigte eine Bürgeranhörung zu diesem Thema an.

Pasterny bedankte sich seinerseits bei Wilde, dass die Stadt Mittel und Wege gefunden habe, den Bürgertreff Derne zu finanzieren. Einen großen Anteil daran hatte Martina Skender von der Stadtverwaltung. Sie hat das Projekt von einer ersten Bürgerwerkstatt 2017 bis hin zur Vereinsgründung 2018 und darüber hinaus begleitet und mitgeprägt.

Dabei habe sich Martina Skender fast ein bisschen in Derne verliebt, sagte sie am Freitag. Am liebsten hätte sie eine Wohnung mit Blick auf Tomson-Bock und Doppelbock. Sie brachte dem Verein Brot und Salz als Geschenk zur Bürgertreff-Eröffnung mit.

Vier Geigen-Kinder der Musikschule Dortmund unterstützten die Eröffnungsfeier musikalisch
Vier Geigen-Kinder der Musikschule Dortmund unterstützten die Eröffnungsfeier musikalisch. © Andreas Schröter © Andreas Schröter

Gertrud Löhken-Mehring ließ kurz die bisherige Entwicklung und die Aktivitäten des Vereins Revue passieren. Sie erwähnte den Sport im Gneisenaupark, der nun wiederbelebt werden müsse, das Boule spielen und die Baumpflanzungen im Park. Die Verleihung des Agendasiegels der Stadt Dortmund Ende 2018 habe dem Verein einen enormen Motivationsschub gegeben. Künftig wolle der Verein erkunden, was den Dernern fehlt und das dann im Bürgertreff anbieten. Dazu könne zum Beispiel ein kleines Café gehören.

Schade sei, dass Deutsche und Migranten, wovon es in Derne einen hohen Prozentsatz gebe, nebeneinander, aber nicht miteinander leben. „Gerne in Derne“ wolle versuchen, das zu ändern.

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Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
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Andreas Schröter

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