Grünen-Mitglied Dr. Thomas Mitra kritisiert den Zustand der Streuobstwiese am Commendeweg in Brackel. © privat
Umweltschutz

Grüne fordern mehr Fläche für Streuobstwiese in Brackel

Die Streuobstwiese am Commendeweg dient als Ausgleich für Eingriffe in die Natur durch Baumaßnahmen. Doch die Grünen argumentieren, dass sie in ihrer jetzigen Form dafür nicht ausreicht.

Die Stadt hat die Kritik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen am Zustand der Streuobstwiese am Commendeweg in Brackel zurückgewiesen. Wir sprachen darüber mit Mitglied Dr. Thomas Mitra.

Hallo Herr Dr. Mitra, was ist das Problem?

Die Ausgleichsmaßnahme am Commendeweg von 2002 sollte an das Umweltamt übertragen werden. Dieses hat die Fläche erst 2013 aus gutem Grund nur teilabgenommen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Teile der Fläche nicht für Obstbäume geeignet sind. Die Stadt lässt daher nach eigenen Angaben auf einem Drittel der Fläche die Erlen und andere Gehölze wachsen, die einen wesentlich geringeren ökologischen Wert haben.

Was fordern die Grünen?

Die Grünen in Brackel hatten im April angefragt, wann die (gesamte) Fläche eine gut gepflegte Streuobstwiese werden soll. Nach der Antwort der Stadt, dass dies teilweise nicht möglich ist, bleibt nur, die Fläche zu vergrößern, oder an anderer Stelle eine weitere Ersatzfläche zu schaffen. Wenn man aktuelle Luftbilder ausmisst, kommt man eher auf ein Drittel Streuobstwiese und zwei Drittel übrige Fläche. Auch über den Zustand der vorhandenen Obstbäume ließe sich streiten.

Worum geht es bei Ausgleichmaßnahmen?

Wird im Außenbereich einer Stadt in die Natur oder Landschaft eingegriffen, müssen nach Bundesnaturschutzgesetz Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen getroffen werden.

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Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
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Andreas Schröter

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