Die OWIIIa endet derzeit im Nirgendwo zwischen Asseln und Kurl. Ob das so bleiben soll oder nicht, daran scheiden sich die Geister. © Tobias Larisch (A)
OWIIIa

Grünen-Politiker stimmt in Scharnhorst für Weiterbau der Brackeler Straße

Die Grünen kämpfen vehement gegen den Ausbau der Brackeler Straße (OWIIIa). Doch in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Scharnhorst stimmten die Grünen überraschend für die Planung.

In der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Scharnhorst wurde über den Weiterbau der Brackeler Straße (OWIIIa) als Ortsumgehung von Asseln und Wickede abgestimmt. Der Empfehlung zur Planungsaufnahme wurde mit einer Gegenstimme zugestimmt.

Einzig Matthias Storkebaum von den Linken stimmte gegen das Vorhaben. „Warum finanziert die Stadt eine Landstraße?“, fragte er sich. Zudem würde man durch die Baumaßnahme in ein Naturschutzgebiet eingreifen, was er ablehne.

Jürgen Focke (CDU) begrüßte dagegen den Weiterbau und das Übereinkommen mit Unna und Kamen hinsichtlich des Projekts. „Das bereits gebaute Teilstück hat schon zu einer erheblichen Entlastungswirkung des Brackeler Hellwegs geführt“, sagte er. „Das erhoffe ich mir auch für Kurl und Husen.“

Wo jetzt noch Zäune stehen, soll die Brackeler Straße weitergebaut werden.
Wo jetzt noch Zäune stehen, soll die Brackeler Straße weitergebaut werden. © Tobias Larisch © Tobias Larisch

Überraschend stimmte auch Mamadou Bobo Barry von der zweiköpfigen Grünen-Fraktion für die Planungsaufnahme. In Brackel kämpft die Partei vehement gegen das Projekt.

Der bei der Scharnhorster Sitzung nicht anwesende Grünen-Fraktionssprecher Raphael Frebel erklärte das im Nachhinein damit, dass sich die beiden Fraktionsmitglieder diesbezüglich vor der Sitzung nicht abgesprochen hätten.

„Barry war in dieser Situation etwas überfordert, da er auf sich alleine gestellt war“, sagte Frebel. „Aber er und die Grünen in Scharnhorst sind weiterhin definitiv gegen das Projekt.“

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Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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Tobias Larisch

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