Dieses Beleuchtungskonzept befürworten die Teilnehmer eines kleinen Beleuchtungstests für das Haus Wenge in Lanstrop. © Matthias Hüppe
Haus Wenge

Haus Wenge: Beleuchtung taucht Wasserschloss in Licht und Schatten

Welches ist das richtige Konzept für eine Beleuchtung von Haus Wenge? Ein Test brachte Ergebnisse. Keine guten Nachrichten gibt es, was die baldige Eröffnung des Hauses angeht.

Wie schön das Haus Wenge in Lanstrop wirkt, wenn es richtig beleuchtet ist, davon konnten sich einige Beobachter in diesen Tagen ein Bild machen. Spät am Abend machte die Firma Trilux mit Sitz in Arnsberg bei einbrechender Dunkelheit einen Test mit den verschiedenen Beleuchtungsoptionen für das historische Haus.

Wie berichtet hatte die Bezirksvertretung Scharnhorst die Verwaltung gebeten, Vorschläge zur Illuminierung des Wasserschlosses zu erarbeiten. 15.000 Euro stellt das Gremium dafür zur Verfügung.

Zwei verschiedene Beleuchtungsvarianten

Getestet wurden zwei unterschiedliche Beleuchtungsvarianten: Bei der ersten Variante sind die Spots sehr tief mit geringer Entfernung von der Mauer des Hauses installiert, sodass durch die Schatten die Konturen des Hauses hervortreten. Bei der zweiten Variante beleuchten die Spots die ganze Fläche.

Alle Anwesenden – Mitglieder der Bezirksvertretung, der Verwaltung, der Firma Trilux sowie der beiden Vereine, die sich um das Haus kümmern wollen – waren sich einig, dass die erste Variante deutlich besser ist.

Beleuchtung ein paar Stunden bei Dunkelheit

Die Beleuchtung soll künftig abhängig von der Jahreszeit zu Beginn der Dunkelheit für ein paar Stunden angeschaltet werden – also praktisch dann, wenn auch noch Menschen unterwegs sind. Die Spots sollen dabei aus Sicherheitsgründen diebstahlgesichert im Boden versenkt installiert werden.

So würde das Haus Wenge wirken, wenn es komplett angestrahlt wäre
So würde das Haus Wenge wirken, wenn es komplett angestrahlt wäre. © Matthias Hüppe © Matthias Hüppe

Ursprünglich hatte die Bezirksvertretung entschieden, dass die Beleuchtung nur an drei Seiten des Hauses installiert werden soll, da die lange Rückseite zum Park hin von den Straßen nicht richtig einsehbar ist. Dieser Punkt wurde noch einmal diskutiert, da viele Teilnehmer eine komplette Beleuchtung aller vier Seiten bevorzugen. Die Firma wird dazu noch einmal ein Angebot abgeben, darüber wird final entschieden.

Runder Tisch hat getagt

Unterdessen hat auch der Runde Tisch getagt, an dem die verfahrene Situation rund um das Haus Wenge geklärt werden soll. Zur Erinnerung: In Lanstrop haben sich gleich zwei Vereine gegründet, die sich künftig um das Wohl des Wasserschlosses kümmern wollen.

Moderator Heinz Bünger, der ehemalige VHS-Leiter, erklärte auf Anfrage, man habe sich geeinigt, über die Gespräche am Runden Tisch derzeit nichts nach außen dringen lassen zu wollen. Ein nächster Termin sei für Ende August geplant – dann könne man sicher mehr sagen.

Bekannt wurde inzwischen jedoch, dass sich die Renovierungsarbeiten am Haus – auch durch Corona – verzögert haben, sodass eine Übergabe und Nutzung des Hauses erst ab November erfolgen könne. Bezirksbürgermeister Heinz Pasterny hatte sich noch im März optimistisch geäußert, die Eröffnung könne im Frühjahr/Sommer 2020 erfolgen.

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Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
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Andreas Schröter

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