Udo Thielert und Gabi Schröder warteten in der Gesamtschule Scharnhorst auf das Ende der Evakuierung. © Andreas Schröter
Weltkriegsbombe

Hohenbuschei-Bombenfund: Evakuierungsstelle hatte nur wenige Gäste

Die Anwohner auf Hohenbuschei waren mit Flyern bereits am Mittwoch auf die bevorstehende Bomben-Evakuierung vorbereitet worden. Das nahm dem Donnerstag einiges an Stress.

Lediglich neun Anwohner, die wegen der Weltkriegsbombe auf Hohenbuschei ihre Häuser verlassen mussten, suchten die Evakuierungsstelle in der Gesamtschule Scharnhorst auf. Für die Einsatzleiter Udo Schönfeld (Feuerwehr) und Stefan Gießelmann (Johanniter) und ihre Teams war es ein ausgesprochen ruhiger Einsatz. Krankentransporte gab es gar nicht, zwei Menschen, die sich in Corona-Quarantäne befanden, wurden in eine Sozialstation nach Syburg gebracht.

Zu den wenigen Nutzern der Evakuierungsstelle gehörten Gabi Schröder und Udo Thielert. Sie wollten den Nachmittag nicht bei Verwandten verbringen, weil die zur Corona-Risikogruppe gehören. Ihren Humor konnte ihnen der unfreiwillige Ausflug nicht nehmen. Sie fragten scherzhaft, wann denn wohl die Pizza und eine Flasche Rotwein geliefert werde. Beides gehörte zwar nicht zum Repertoire der Johanniter, dafür aber Kaffee, Tee, Wasser und Plätzchen.

Feuerwehr, Johanniter, Polizei und Ordnungsamt waren mit vielen Einsatzfahrzeugen an der Gesamtschule Scharnhorst vertreten, die wieder als Evakuierungsstelle diente
Feuerwehr, Johanniter, Polizei und Ordnungsamt waren mit vielen Einsatzfahrzeugen an der Gesamtschule Scharnhorst vertreten, die wieder als Evakuierungsstelle diente. © Andreas Schröter © Andreas Schröter

Udo Schönfeld führte die geringe Resonanz in der Evakuierungsstelle darauf zurück, dass bereits am Mittwoch frühzeitig Flyer im Evakuierungsgebiet verteilt worden waren, sodass sich die Menschen auf den Tag vorbereiten konnten. Auch für die Gesamtschule Scharnhorst stellte der Tag kein Problem dar, wie Schulleiter Nadim Al-Madani sagte. Schüler und Eltern waren ebenfalls bereits am Mittwoch über den früheren Unterrichtsschluss informiert worden.

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Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
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Andreas Schröter

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