Solche Schilder stehen derzeit an vielen Stellen, wo Menschen zusammenkommen. Was aber tun, wenn man von der Maskenpflicht befreit ist? © dpa
Coronavirus

Kassenärztliche Vereinigung rät bei Maskenbefreiung zu Anruf beim Arzt

Was tun, wenn ich keine Mund-Nasen-Maske tragen kann, aber trotzdem zum Arzt muss? Dazu gibt die Kassenärztliche Vereinigung nun einen Tipp.

Unser Bericht über die Brackelerin Doris Jenken, die keine Maske tragen kann, weil sie darunter Panikattacken bekommt und deswegen Probleme bei Ärzten und in Supermärkten hat, hat eine Reihe von Reaktionen ausgelöst – vor allem von Menschen, die mit Ähnlichem zu kämpfen haben. Zu ihnen gehört auch der Asselner Ali Engin, über den wir im November berichtet hatten. Er hat Asthma und hat deswegen ein Attest auf Maskenbefreiung. Vor Problemen bei Ärzten und in Supermärkten schützt ihn das Schreiben nicht.

Vanessa Pudlo, Sprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) sagt, es gebe keine pauschalen Handlungsempfehlungen für Ärzte. Der Arzt sei in seiner Praxis Hausherr und dürfe deshalb selbst entscheiden, wen er hereinlasse und wen nicht. Er habe natürlich auch die Pflicht, seine Mitarbeiter und die anderen Patienten vor Corona zu schützen. Zu Letzteren könnten ja besonders in Arztpraxen auch die sogenannten „vulnerable Personengruppen“ zählen, also Alte und solche mit Vorerkrankungen.

Sie empfehle Patienten, die von der Maskenpflicht befreit seien, einen vorherigen Anruf in der Praxis, um zu besprechen, wie mit dem Fall umzugehen sei. Vielleicht sei ja ein Termin ganz am Ende einer Sprechstunde, wenn kein anderer Patient mehr anwesend sei, eine Lösungs-Möglichkeit.

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Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
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Andreas Schröter

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